FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Wenninger und Härter wieder vereint

Freitag 23. Dezember 2011

Vier Neuzugänge beim FV Ingersheim – Auch Di Natale, Schlichting und Guttleber kommen
Mit vier Neuzugängen wird Trainer Marcus Wenninger beim FV Ingersheim nach der Winterpause die Vorbereitung auf die restlichen 13 Spieltage der Fußball-Landesliga beginnen. Namhaftester Zugang ist Jens Härter vom SGV Freiberg.

Führungsspieler: Der 32-jährige Jens Härter wechselt vom SGV Freiberg zum FV Ingersheim. Foto: Avanti

Der FV hat seinen Kader qualitativ verstärkt und in der Breite ergänzt. Vom Verbandsligisten SGV Freiberg wechseln der 32-jährige Jens Härter und der junge Torhüter Fabian Guttleber nach Ingersheim, vom Liga-Konkurrenten KSG Gerlingen kommen Angreifer Emanuele Di Natale und Defensivspieler Tim Schlichting.

Die Verpflichtung von Marcus Wenninger als Trainer vor einigen Wochen war nur der Anfang. Jetzt legen die Ingersheimer Verantwortlichen nach, um ihre Mannschaft weiterzuentwickeln und zu verstärken. „Neben der sportlichen Qualität legen wir auch großen Wert darauf, dass es menschlich passt. Mit unserem namhaften Trainerteam war es einfach für uns, solche Spieler zu holen. Wir haben auf allen Positionen eine gute Mischung. Härter ist ein Führungsspieler, Di Natale hat bewiesen, was er kann, Schlichting ist ein Mann mit Perspektive und Guttleber ein junger, guter Torhüter“, so Manager Zürn, der das gute Verhältnis zum SGV Freiberg und dessen Sportlichen Leiter Ivo Popic herausstreicht, mit dem die Transfers von Härter und Guttleber problemlos abgewickelt werden konnten.

Der Prominenteste des Quintetts ist der Asperger Härter. Der begann seine Laufbahn beim SGV Freiberg, wechselte aus der Oberliga zu den Stuttgarter Kickers und war beim Regional- und Drittligisten ebenso Kapitän wie später beim SSV Reutlingen. 2010 kehrte Härter nach Freiberg zurück. In dieser Saison hat der Linksfuß aber seinen Stammplatz in der SGV-Viererkette verloren.

Di Natale, ein erfahrener, schlitzohriger Angreifer, und der lange Schlichting gehören zu einer Reihe von Spielern, die Gerlingen zur Winterpause verlassen, da der Verein eine neue strukturelle Ausrichtung plant. Guttleber, der noch für die Junioren spielberechtigt ist, war in der Saison 2010/2011 Stammtorhüter der Freiberger A-Junioren in der Oberliga. Nach dem Rückzug aus privaten Gründen von David Lindemann hatten die Ingersheimer in den vergangenen Monaten keinen zweiten Mann hinter Stammkeeper Tobias Staiger. „Guttleber ist willig und kämpferisch. Jetzt muss er das mit Leistung unterstreichen. Wir brauchten einen zweiten Torhüter. Staiger hat die letzten drei Spiele hervorragend gemacht. Es ist sicher kein Zuckerschlecken, so einen in Gefahr zu bringen“, setzt FVI-Coach Wenninger auf einen harten Konkurrenzkampf um den Platz zwischen den Pfosten.

Für die bislang rar besetzte Innenverteidigung verpflichtete der Landesligist Schlichting, der auch auf der Sechser-Position spielen kann, und Härter, mit dem Wenninger in Freiberg einige Jahre zusammengespielt. „Wir sind zusammen in die Oberliga aufgestiegen. Er hat links in der Abwehr gespielt, ich innen. Als ich einen Bandscheibenvorfall hatte, ist er auf meine Position gerückt“, erinnert sich Wenninger an gemeinsame Zeiten auf dem Spielfeld. „Ich wollte ihn ja 2010 unbedingt nach Freiberg zurückholen. Da hätte ich noch nicht gedacht, dass wir mal in Ingersheim zusammen arbeiten. Der Wechsel ist für beide Seiten produktiv“, freut sich der Trainer, dass es zum vierten Mal zu einer Kombination mit Härter kommt.

Der 26-jährige Di Natale, der auch schon für die TSF Ditzingen und den TSV Wimsheim sowie in der Jugend für den VfB Stuttgart am Ball war, kommt für beide offensiven Außenbahnen sowie für die Position hinter den Spitzen infrage.

„Wir wollen mit den Neuzugängen Stabilität reinbringen. Die Transfers sind stimmig und decken die offenen Positionen ab“, so der Ingersheimer Coach, der ebenfalls die Qualität und die menschliche Komponente des Quartetts hervorhebt.
CLAUS PFITZER