FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Vierter Titel-Anlauf der Koch-Truppe

Samstag 23. Mai 2009

Viel Brisanz in der Fußball-Bezirksliga
Das Passvergehen des FC Marbach, dessen Punktabzüge sowie die damit verbundenen Punktgewinne für sechs Mannschaften sorgen vor dem vorletzten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga für viel Brisanz. 
 
Morgen endlich Meister? Der Ingersheimer Trainer Thilo Koch.

 

20090523_rgb_kochav4c_x202683739x_1

Foto: Avanti
Tabellenführer FV Ingersheim hat seine Pflicht mit dem 6:1-Sieg bei Absteiger DJK Ludwigsburg am vergangenen Sonntag erledigt, durch den überraschenden Drei-Punkte-Zugewinn für die Spvgg Renningen könnte auch der bis auf sechs Zähler herangerückte Tabellenzweite noch Meister werden.

Den Ingersheimern fehlt noch ein Punkt, um tatsächlich endlich die Meisterschaft feiern zu können. Dass dies morgen im heimischen Fischerwörth der Fall sein kann, ist der einzig positive Aspekt. Um 15 Uhr empfängt der Tabellenführer pikanterweise den FC Marbach.

„Das tut mit richtig Leid für Ingersheim“, sagt Marbachs Trainer Charly Hayta entschuldigend in Richtung des morgigen Gegners, der seine Meisterfeier am vergangenen Sonntag hatte ausfallen lassen müssen. „Uns ist die ganze Geschichte unangenehm“, denkt Hayta auch an die anderen Vereine, die in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Da die Marbacher durch den Abzug von 16 Zählern selbst in Schwierigkeiten geraten sind, benötigen sie noch einen Zähler, um nicht noch auf den Relegationsplatz abzurutschen. „Ingersheim hat viel Potenzial und den besten Kader der Liga. Meine Mannschaft wird aber alles geben“, kündigt Hayta an. Nur wenn der FVI morgen und in einer Woche zum Saisonabschluss in Heimerdingen patzen sollte, hätte die Spvgg Renningen noch die Chance auf den Meistertitel.

Im Abstiegskampf der Bezirksliga spielt Landesligist TSV Münchingen eine nicht unerhebliche Rolle. Wenn der TSV, der in der Landesliga derzeit den Relegationsplatz belegt und mit Spielen gegen Heilbronn (morgen), in Neckarrems und gegen Löchgau noch ein schweres Restprogramm vor sich hat, absteigt, müssen drei Mannschaften die Bezirksliga verlassen, der Viertletzte müsste die Relegation spielen. Schafft Münchingen den Klassenerhalt, steigen nur der VfB Vaihingen und DJK Ludwigsburg ab.

Direkt absteigen können noch der SV Freudental (28 Punkte) und die Spvgg Besigheim (23), für die Relegation kommen TKSZ Ludwigsburg (30), 07 Ludwigsburg II (32) und der FC Marbach (34) infrage.

Am meisten profitiert von der „Marbach-Affäre“ hat die Spvgg Besigheim, die zusätzliche drei Zähler erhielt. Ohne die drei Punkte hätten die Besigheimer die Relegation bestritten oder wären direkt abgestiegen. Beides droht jetzt wieder dem SV Freudental, der sonst allenfalls ein Kandidat für die Relegation gewesen wäre. Damit hat das morgige Gastspiel der Freudentaler in Besigheim entscheidende Bedeutung.

Bei der Sportvereinigung werden wahrscheinlich auch die beiden Langzeitverletzten Daniel Paul und Markus Martens beim Endspurt mithelfen können. Der Freudentaler Trainer Günter Wellm sieht in dem Sportgerichtsurteil, wonach Marbach nur 16 Punkte abgezogen wurden, eine Ungerechtigkeit: „Warum haben die nicht alle Spiele verloren, in denen der Spieler dabei war? Das ist nicht in Ordnung.“

Seine Mannschaft hält Wellm für stark genug, den Ligaerhalt in den Spielen in Besigheim und gegen Kornwestheim zu erreichen. „Wir wollen Besigheim auf Abstand halten. Wenn wir an die Leistung von Eltingen anknüpfen, schaffen wir das“, erinnert er an den starken Auftritt beim 0:1 am vergangenen Sonntag. „Wir hatten 70 Prozent Spielanteile und ein Chancenverhältnis von zehn zu eins.“ Eventuell kann morgen in Besigheim Stammtorhüter Jens Lotze wieder dabei sein, der einige Wochen wegen Verletzung ausgefallen ist. Neben dem Langzeitverletzten David Reichel fallen auch Frank Wittendorfer, Andreas Schoch und Timo Etzel aus.
Redaktion: CLAUS PFITZER / Bietigheimer Zeitung
 
 

« zurück zur Übersicht  Λ nach oben