FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Top-Favorit startet beim Aufsteiger

Dienstag 26. August 2008

Am morgigen Mittwoch Teil zwei des ersten Bezirksligaspieltages – Ingersheim in Eltingen

Mit drei Partien startete vergangenen Sonntag die Bezirksliga in die Saison. Morgen folgen die restlichen fünf des zweigeteilten Auftaktprogramms. Dabei gastiert Top-Favorit Ingersheim bei Aufsteiger Eltingen.

Der letztjährige Bezirksliga-Vizemeister FV Ingersheim, der in der Relegation in Runde zwei am Aufstieg scheiterte, gilt in dieser Saison als absoluter Top-Favorit. Dabei machen vor allem die Neuzugänge Jose Macias vom Oberligisten SGV Freiberg und Marino Tricarico von der Spvgg Besigheim, gemeinsam mit dem seit vergangener Saison am Fischerwörth spielenden Daniel Schick (kam von 07 Ludwigsburg), das FVI-Mittelfeld wohl zum stärksten, das die Liga zu bieten hat. „Ich habe mit der Favoritenrolle kein Problem, wir wollen ja aufsteigen. Das wollen wir mit herzerfrischendem Offensivfußball schaffen“, erklärt Ingersheims Trainer Thilo Koch. Dabei ist Koch nicht ganz frei von Sorgen. „In der Abwehr hätten wir noch einen brauchen können, haben aber nicht gefunden, was wir gesucht haben.“ Mit Sert, Neuzugang Schunger (beide krank), so wie den verletzten Dürl und Cilaskara stehen für die morgigen Auftaktpartie gleich vier von sechs Verteidigern auf der Kippe. So wurden Sert und Schunger auch beim 6:3-Pokalsieg beim TSV Benningen geschont. Die Tore für den FVI schossen hierbei Schick (3), Tricarico (2) und Seyhan.

Dass der morgige Gegner ein anderes Kaliber ist, weiß Koch nur zu gut: „Wir sind hinreichend gewarnt. Eltingen ist sehr lauf- und spielstark, das wird eine harte Nuss. Aber wir wollen gewinnen, vor allem einen insgesamt guten Start hinlegen, was uns ja letzte Saison nicht gelang und woran wir lange zu knabbern hatten.“

Bei seinem zweiten Anlauf als Trainer des TSV Eltingen hat Irsen Latifovic (38 Jahre) die Mannschaft auf Anhieb zum Aufstieg in die Bezirksliga geführt und zudem den Bezirkspokal gewonnen, hier völlig überraschend Bezirksliga-Meister und Landesliga-Aufsteiger TSV Münchingen besiegt. Jahre zuvor hatte er sich beim TSV als Spielertrainer probiert, was aber nicht von großem Erfolg gekrönt war.

So positiv die abgelaufenen Saison, so wenig zufrieden ist Latifovic nun mit der Vorbereitung auf die neue. „Als ich gefragt habe, wer in der Vorbereitungszeit aus welchen Gründen auch immer wann nicht da sein kann, hat kaum einer gestreckt und was dazu gesagt. Also war klar, wir werden weitestgehend komplett sein. Das sah dann aber ganz anders aus, über weite Strecken waren nur acht bis zehn Mann da. Das wird mir so nicht noch mal passieren.“ Aus diesem Grund hat der TSV-Trainer bei aller Freude, dass es nun endlich los geht, auch jede Menge Bauchweh vor dem ersten Spiel. Zudem fehlen mit Mario Gallo, Neuzugang vom Verbandsligisten FSV 08 Bissingen, der sich mit Leistenproblemen rumplagt, und Simon Hunger (Praktikum in England) zwei maßgebende Spieler. Nicht genug werden auch Stefan Weiß, Marvin Siegert (beide beruflich verhindert) und Eugenio Rossano (Urlaub) den Saisonstart verpassen. Fraglich ist der Einsatz des 39-jährigen Neuzugangs Volker Dieterle.

Abzuwarten bleibt sicher auch, wie der TSV Eltingen die insgesamt elf Abgänge verkraften wird, von denen mit Gitschier (07 Ludwigsburg), Rein (SKV Rutesheim II), dem Brasilianer da Chuna (zurück nach Brasilien), Häcker (SKV Rutesheim) und Schäffer (TSV flacht) gleich mehrere Stützen der vergangenen Spielzeit den Klub verlassen haben. Neu dazu gekommen sind acht Spieler.

„Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz, dazu ist aber ein guter Start nötig“, erklärt Latifovic. Wir haben Spieler, die schon höher gespielt haben und welche, die aus unteren Ligen kommen. Für beide Parteien wird es wichtig sein, sich ans Tempo der Bezirksliga zu gewöhnen. Und ich setze darauf, dass die erfahrenen Jungs die anderen führen. Es wird sicher den ein oder anderen Spieltag dauern, bis alles passt, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das hinbekommen.“

Bietigheimer Zeitung – Andreas Kleinert