FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Russo trifft in Verlängerung

Donnerstag 26. Juli 2012

SV Hellas 94 Bietigheim gewinnt im WFV-Pokal mit 5:4 n.V.

Ein munteres Spiel, neun Tore nach 120 Minuten, zig Torszenen – das WFV-Pokal-Derby zwischen dem FV Ingersheim und dem SV Hellas 94 Bietigheim hatte es gestern in sich. Am Ende setzte sich der Fußball-Verbandsligist aus dem Ellental mit 5:4 nach Verlängerung durch.
Der Bietigheimer Serkan Pak (rechts gewinnt das Kopfballduell gegen Fabio Giunta vom FV Ingersheim. Auch der SV Hellas setzte sich am Ende durch.
Foto: Avanti/Ralf Poller
Wer gestern Abend ins Sportzentrum Fischerwörth gekommen ist, wurde für die fünf Euro Eintritt fürstlich entschädigt. 3:3 lautete das Ergebnis in der Erstrundenpartie des WFV-Pokals zwischen dem FV Ingersheim und dem SV Hellas 94 Bietigheim nach 90 Minuten. In der Verlängerung packten die zwei gleichwertigen Lokalrivalen noch drei weitere Tore drauf. Letztlich jubelte der Verbandsligist aus dem Ellental – dank Gino Russo. Der Stürmer schoss Hellas mit seinen beiden Treffern in der 103. und 118. Minute zum 5:4-Sieg und damit in die zweite Runde. Dort treffen die Bietigheimer nächste Woche entweder auf den TV Oeffingen oder den SV Schluchtern.

„Das war eine sehr gute Trainingseinheit. Nach vorne haben wir gute Ansätze gezeigt. Die vier Gegentore haben mir aber gar nicht gefallen“, bilanzierte Gästecoach Alfonso Garcia und gab seiner Truppe für heute trainingsfrei. Im Ingersheimer Lager war der Frust dagegen groß – aber auch der Stolz. „Mir tut die Niederlage für die Mannschaft leid. Ein Klassenunterschied war nicht zu sehen. Es war überragend, wie die Jungs Gas gegeben haben“, sagte FVI-Trainer Michael Mieck, der seine Kicker am Vorabend noch zu einer harten 120-Minuten-Einheit mit Zirkeltraining gebeten hatte.

Schon im ersten Durchgang hatten sich beide Offensivabteilungen torhungrig präsentiert – und die Defensivreihen allzu großzügig. In der 20. Minute köpfte Hellas-Torjäger Adriano Aniello eine Maßflanke von Russo zum 0:1 ein. FVI-Neuzugang Suad Rahmanovic gelang nach einem Freistoß von Björn Rothkopf mit einer Direktabnahme der Ausgleich (37.). Fünf Minuten später war der neue Ingersheimer Torjäger erneut zur Stelle, nachdem Bietigheims Keeper Anastasios Damianidis einen Schuss von Fabio Giunta noch abgewehrt hatte.
                                                                                          Foto: aus der LKZ/Baumann
Ein Traumtor bescherte dem Verbandsliga-Aufsteiger in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch das 2:2: Der aus Gerlingen gekommene Christian Butz jagte einen Freistoß aus 27 Metern gekonnt in den Winkel.

Ein Freistoß war in der 65. Minute auch der Auslöser für die Ingersheimer 3:2-Führung: Nach einer Hereingabe von Jens Härter köpfte Rahmanovic den Ball ein – sein dritter Treffer in diesem Derby. Da wollte sein Gegenüber Aniello offenbar nicht nachstehen. Er besorgte mit seinem zweiten Tor per Kopf den 3:3-Ausgleich (80.).

In der Verlängerung schoss der eingewechselte und später mit Gelb-Rot vom Platz gestellte Martin Frey die Ingersheimer wieder mit 4:3 in Front (105.), doch fast postwendend gab Russo die Bietigheimer Antwort zum 4:4. In der 118. Minute besiegelte der Hellas-Angreifer schließlich mit einem weiteren Tor den 5:4-Gästeerfolg.
ANDREAS EBERLE

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