FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Pressebericht vom 20.08.2016

Sonntag 21. August 2016

Artikel aus der BIETIGHEIMER ZEITUNG | Südwest Presse Online
SIMON DAVID | 20.08.2016

Mein Sportverein: Beim FV Ingersheim finden Jung und Alt eine Heimat

Der FV Ingersheim legt sein Augenmerk verstärkt auf die Nachwuchsarbeit. Daneben ist besonders die AH-Abteilung sehr aktiv. Die Männer kicken wieder in der Bezirksliga.

Foto AH beim Aufwärmen

Foto: Richard Dannenmann<
Die Seniorenfußballer des FV Ingersheim beim Training. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Vereinsarbeit.

Auf eine mittlerweile 70-jährige Geschichte blickt man beim FV Ingersheim zurück. 1946, ein Jahr nach dem Zweiten Weltkrieg, entstand die Fußball-Abteilung im SKV Ingersheim. Seit Mitte der 1980er-Jahre ist der heutige FV/SKV Ingersheim eigenständig. 350 Mitglieder zählt der reine Fußballverein aktuell, 140 davon sind Jugendliche.

In allen Altersklassen, von den Bambini bis zu den Alten Herren, stellt der FVI mindestens ein Team. In der Jugend besteht dabei eine Spielgemeinschaft mit Hessigheim. Gerade der  Nachwuchsarbeit wird beim FVI in den letzten Jahren besondere Aufmerksamkeit geschenkt. „Wir legen viel Wert auf die Aus- und Weiterbildung unserer Nachwuchstrainer“, berichtet Rainer Kapp, Vorsitzender Sport des FVI.

In der Vergangenheit sei manches versäumt worden. Von der Spielgemeinschaft der A- bis D-Jugendlichen sowie der Qualifikation der Nachwuchstrainer verspricht man sich in Ingersheim viel. „Wir hoffen, dass die Jugendmannschaften in den kommenden Jahren in höheren Klassen spielen. So tun sich junge Spieler, die den Sprung aus der A-Jugend zu den Herren machen, bei den Aktiven leichter“, so Kapp. Die engagierte Arbeit der beiden Jugendleiterinnen Beate Pribyl und Andrea Schneider lobt Kapp dabei ausdrücklich. In den letzten Jahren sei bereits viel auf einen guten Weg gebracht worden. Die Chancen stünden gut, dass in den nächsten Jahren noch mehr talentierte Nachwuchsfußballer die beiden Herrenteams verstärken. Das ist auch nötig, ist die Leistungsdichte in der Bezirks- und der Kreisliga in den letzten Jahren immer größer geworden. „Die Saison wird für unsere Mannschaften schwer. In der Bezirksliga spielen sehr viele starke Teams. Für uns wird es darum gehen, früh einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen und dann zu schauen, ob mehr möglich ist“, so Kapp.

Doch auch abseits des Pflichtspielbetriebs sind die Ingersheimer Fußballer sehr aktiv. Bis vor wenigen Jahren hat der FVI regelmäßig ein Freizeitturnier ausgerichtet, bei dem bis zu 40 Hobbymannschaften teilgenommen haben. In der jüngeren Vergangenheit gab es nun Elfmeterturniere, bei denen die teilnehmenden Mannschaften keine Spiele mehr gegeneinander bestreiten, sondern direkt vom Elfmeterpunkt einen Sieger ermitteln.

Besonders umtriebig ist die Alte-Herren-Mannschaft der Ingersheimer. Etwa 40 Sportler gehören dem AH-Bereich an, gut die Hälfte davon trifft sich regelmäßig zum Training. Dabei gehen sie nicht weniger engagiert zur Sache als die Aktiven. Immer wieder tritt das Team auch bei Turnieren an oder organisiert Spiele mit anderen AH-Mannschaften. So war man bereits in Bayern, in Österreich und der Schweiz unterwegs. Eine besondere Partnerschaft und Freundschaft hat sich mit dem FC Ingersheim aus dem Elsass entwickelt. 1998, also ein Jahr bevor die Partnerschaft der beiden Gemeinden offiziell besiegelt wurde, spielten die Teams beider Vereine gegeneinander. „Seitdem treffen wir uns regelmäßig. Mal bei uns am Neckar, mal im Elsass“, berichtet Friedrich Rühle, der selbst in der AH aktiv ist.

Nicht nur die Alten Herren, sondern auch verschiedene Jugendmannschaften beider Vereine spielen gegeneinander. „In diesem Jahr waren wir anlässlich der EM in Frankreich eingeladen. Da haben sowohl die B-Jugend als auch wir AH gegen den FC Ingersheim gespielt“, erzählt Rühle. Die Fußballer vom Neckar seien dabei etwas erfolgreicher als die elsässischen Freunde. „Mal gewinnen wir, mal der FCI. Wir hatten aber häufiger das bessere Ende auf unserer Seite“, so Rühle. Meist geht es bei diesen Spielen recht torreich zu, mitunter fallen mehr als zehn Treffer bei den Begegnungen.

Neben dem Fußball steht bei diesen Treffen natürlich auch die Geselligkeit im Vordergrund. Die relative Nähe zum Elsass ermöglicht es dabei, die Freundschaft zu pflegen, ohne gleich mehrere Tage dafür einplanen zu müssen. Doch nicht nur mit dem Verein aus der Partnergemeinde funktioniert die Zusammenarbeit gut, auch mit den anderen Klubs, die zum SKV Ingersheim gehörten oder gehören. Schließlich funktioniert auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ingersheim hervorragend. „Wir erfahren sehr viel Unterstützung, vor allem was die Sportstätten betrifft. Die Rasenplätze sind immer in einem Top-Zustand“, lobt Rainer Kapp.

Doch nicht nur die Gemeinde investiert viel in die Sportanlagen, auch der Verein leistet viel Eigenarbeit. Aktuell wird zum Beispiel der Umkleidetrakt des Vereinsheims saniert. „Ohne die ehrenamtliche Mithilfe unserer Mitglieder hätten wir nicht so viel selbst leisten können“, betont Kapp. Das Engagement beschränkt sich dabei nicht auf derartige Umbau- und Sanierungsarbeiten, sondern auch auf die Jugendarbeit und die außersportlichen Aktivitäten. „Ohne die Unterstützung der Eltern wäre ein Spielbetrieb in der Jugend in der derzeitigen Form nicht möglich“, weiß der Vorstand Sport.

Bereits mehrfach haben die Ingersheimer die Bewirtung beim „Tag der offenen Tür“ in der Felsengartenkellerei übernommen, wobei jedes Mal knapp 150 Helfer im Einsatz waren „Wir haben da immer eine positive Resonanz erhalten“, berichtet Kapp stolz. Auch zukünftig wird der FVI Turniere ausrichten, sich um die Freundschaft zum Partnerverein bemühen und die Aus- und Weiterbildung der Nachwuchstrainer fördern. Grund genug, stolz auf das Geleistete zu sein. Spätestens Anfang Oktober soll die Sanierung des Umkleidetrakts abgeschlossen sein.

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