FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Landesliga:Öhringer 1:1 und Wirbel um das Schiri-Gespann

Montag 30. November 2009

Am letzten Vorrundenspieltag erreichte Landesligist TSG Öhringen in der Partie beim FV Ingersheim ein 1:1. Mit zehn Pluspunkten stehen die Öhringer auf dem 14. Tabellenplatz. Spielertrainer Jochen Sailer bilanzierte kurz: „Ein Punkt ist im Prinzip viel zu wenig, allerdings müssen wir damit hochzufrieden sein, denn das war ein erkämpfter Punktgewinn“.

Nach Spielschluss wurde im Prinzip von keiner Seite über das Fußballspiel zweier engagierter Mannschaften gesprochen. Dieses war fair über die Bühne gegangen. In der Kritik standen der Schiedsrichter und seine Assistenten, die ohne erkennbare Hektik auf dem Platz für die Aufreger gesorgt hatten. Das ergab für die Öhringer zwei rote Karten, für Ingersheim in der Schlussminute auch noch eine. Obwohl von den Anhängern beider Seiten für die Schiedsrichter keine Gefahr ausging, handelten die Ingersheimer Verantwortlichen klug und geleiteten Sascha Wirth und seine Assistenten mit einer sechs-köpfigen Security-Truppe vom Feld.

Überraschende Führung

Das Spiel hatte ausgeglichen begonnen, keine der zwei Kontrahenten setzte sich groß in Szene. In der 18. Minute die recht überraschende Führung der Gastgeber: Björn Rothkopf spielte an der Mittellinie einen langen, öffnenden Pass auf Denis Grätz, dieser ließ Andreas Hank bei seinem Schuss aus 22 Metern keine Chance. Die Öhringer antworteten giftig und berannten das Ingersheimer Tor. Zehn Minuten später war es soweit. Spielertrainer Jochen Sailer setzte den quirligen Denis Sailer in Szene. Dessen Schuss, eine Mischung aus Abpraller und Lupfer, senkte sich hinter dem etwas weit vor seinem Tor stehenden Keeper der Gastgeber zum 1:1 ins Tor. Weitere Möglichkeiten gab es vor der Pause kaum noch.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam die Öhringer Abwehr mehrmals in Bedrängnis. Ingersheim hatte einen Lattentreffer direkt nach Wiederanpfiff, sowie eine weitere Möglichkeit durch Denis Grätz. In der 56. Minute setzte sich ein Ingersheimer Stürmer an der Eckfahne gegen Edwin Mayer durch und wollte gerade eine Flanke in den Strafraum schlagen, als ihn Mayer an der Ferse erwischte. Im Prinzip kein Aufreger, ein Foul von tausenden an jedem Wochenende. Doch Edwin Mayer wurde mit Gelb-Roter Karte vom Platz geschickt. Anton Deibert regte sich daraufhin lautstark auf und sah ebenfalls Rot. Später gab es von der Ingersheimer Pressestelle die Mitteilung, es sei Schiedsrichterbeleidigung gewesen. Nun kam die Zeit des Öhringer Torhüters Andreas Hank. Obwohl die Öhringer mit den verbliebenen acht Feldspielern verteidigten, kamen die Gastgeber mehrmals zu guten Einschussmöglichkeiten, deren Vollstreckung zu Toren er verhinderte. Von Öhringer Aktionen konnte keine Rede mehr sein. Das Team verhinderte geschlossen eine weitere Niederlage.

Rot für Wagner

In der 90. Minute wurde Hank, der die Gästestürmer durch seine lässige Art der Ballaufnahme irritierte, gefoult. Schiedsrichter Sascha Wirth reagierte zunächst nicht, sein Assistent Dennis Wirth brachte ihn aber ins Spiel. Nach einem Gespräch erhielt Alexander Wagner die rote Karte: Dieser hatte Hank nicht berührt, es war Heiko Eggert gewesen. Später wurde klar gestellt, dass Wagner die Karte wegen Beleidigung eines Gegenspielers erhielt. Das wusste zu diesem Zeitpunkt aber niemand. So musste sich der Schiedsrichter unschöne Worte anhören. ds

TSG Öhringen: Hank – A. Deibert, V. Deibert, Wolf, Mayer, D. Sailer (74. Steigauf), Ahmic (89. Herrmann), J. Sailer, Sauermann (66. Schäfer) Geist, Elli

Tore: 1:0 Grätz (18.),1:1 Dennis Sailer (28.).

Zuschauer: 123. Schiedsrichter: Sascha Wirth (Kocher/Jagst)

Redaktion: Heilbronner Stimme