FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Mit schnellem Spiel zu Toren

Sonntag 3. April 2011

Fußball-Landesligist FV Ingersheim verliert bei der SG Großaspach II mit 0:3
Der FV Ingersheim droht im Mittelmaß der Tabelle zu versinken. Nach der gestrigen 0:3-Niederlage beim neuen Tabellenzweiten SG Sonnenhof Großaspach II sind die Chancen auf Rang zwei nur noch minimal.

Die schnellen und laufstarken Ingersheimer Wagas Malik (Mitte) und Jörn Pribyl (rechts) bemühten sich gestern bei der 0:3-Niederlage in Großaspach vergeblich. Damit rutschte der FVI in der Tabelle auf Rang sechs ab.

Foto: Jens Christ

Jung, schnell, dynamisch, laufstark und taktisch gut eingestellt präsentierte sich gestern Abend auf dem feinen Kunstrasenplatz im Aspacher Sportzentrum Fautenhau unterhalb der Baustelle, an der das neue Stadion entsteht, die zweite Mannschaft des Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach. Mit dem 3:0 beschenkte die Mannschaft ihren Trainer Norbert Gundelsweiler nachträglich zur Vertragsverlängerung um ein Jahr, die Verein und Trainer Mitte der Woche vorgenommen hatten. „Wenn man die Sache nüchtern betrachtet, war der Sieg hochverdient. Bis auf die erste Viertelstunde haben wir nichts zugelassen. Unser Spiel ist es, schnell nach vorne zu kommen“, sagte Gundelsweiler. Sein Team hatte alle drei Treffer blitzschnell über die Außenbahnen vorbereitet.

Der Ingersheimer Coach Timm Fahrion, unter dessen Regie die Mannschaft fünf Punkte aus sechs Spielen geholt hat, war enttäuscht. „Alles andere wäre eigenartig. Wir haben wieder keine Tore erzielt. Das ist das schwerste, aber auch das wichtigste. Wir müssen weiter hart und konzentriert arbeiten und besser in die torgefährlichen Räume kommen“, so Fahrion. In diese Zonen kamen die Gäste in den ersten 15 Minuten zwei-, dreimal, aber Wagas Malik schoss den Ball knapp am Tor vorbei und Fabian Dietz verfehlte die Kugel um Haaresbreite.

Ein erstes Zeichen gegen die munter nach vorne spielenden Ingersheimer setzte der Großaspacher Kapitän Daniel Funk in der zehnten Minute. Für sein brutales Einsteigen gegen Dimitrios Madzaris hätte ihm Schiedsrichter Andreas Wieczorek die Rote Karte zeigen müssen, er beließ es aber bei Gelb. „Diese Aktion hat mich das ganze Spiel über aufgeregt. Und dann wird ein Spieler von uns verwarnt, weil er einen Einwurf reklamiert“, sagte Fahrion. „Das kann vorkommen“, kommentierte er die strittige Situation vor dem 1:0 in der zwölften Minute, als der Unparteiische nicht auf Abseits entschied und dabei ebenso richtig lag wie bei seiner anschließenden Vorteilsauslegung. Blitzschnell hatten die Gastgeber umgeschaltet und waren über die rechte Seite nach vorne gekommen. Oguz Dogan wurde im Strafraum von FVI-Torhüter Philipp Bürkle zu Fall gebracht, doch da der Ball bei Soner Celen landete, der ihn ins leere Tor schob, hatte Wieczorek auf Vorteil entschieden.

Gegen die taktisch klug agierenden, aggressiven und zweikampfstarken Gastgeber taten sich die Ingersheimer trotz guter Ansätze und einige gepflegter Kombinationen im Mittelfeld schwer, für Torgefahr zu sorgen. Die Bälle in die Spitze verfehlten meist den Adressaten. Als Dietz den aufmerksamen Innenverteidigern Sebastian Kappes und Christian Schaaf in der 36. Minute entwischt war, rettete Torhüter Marcel Susser glänzend.

Zur zweiten Halbzeit brachte Fahrion für die angeschlagenen Defensivkräfte Michael Schunger und Madzaris Fabio Giunta und Marius Friedl. Giunta besetzte die rechte Seite, Friedl rückte als zweite Spitze an die Seite von Dietz. In der Abwehr spielten die Gäste fortan mit einer Dreierkette.

Während sich im Spiel nach vorne der Ballbesitz erhöhte, die Torgefahr aber abgesehen von einem Pfostentreffer von Dietz weiter ausblieb, taten sich hinten Löcher auf, die die Großaspacher gnadenlos ausnutzten. Bei beiden Treffern profitierten sie aber auch von Ballverlusten der Gäste. Vor dem 2:0 spielte Jerry Kleiss Gegenspieler Daniel Lang den Ball in die Füße. Der ging über links auf und davon, passte zu Celen, der geschickt auf Dogan weiterleitete. Der Torjäger fand aus 14 Metern Entfernung genau die Lücke im kurzen Toreck und erzielte mit dem 2:0 seinen 18. Saisontreffer. Dem 3:0 ging ein Fehlpass von Giunta voraus. Pfisterer schloss den Angriff über links mit einem satten Schuss ins lange Eck zum 3:0-Endstand ab (71.).

CLAUS PFITZER