FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Mieck sorgt für große Erleichterung

Montag 11. Juni 2012

Neuer Trainer führt den FV Ingersheim zum Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga
Nach dem in der Zusatzschicht Relegation vermiedenen Abstieg aus der Fußball-Landesliga herrscht beim FV Ingersheim Riesenerleichterung. Der 2009 aufgestiegene Verein buchte mit dem 2:1-Sieg gegen den TSV Hessental die vierte Saison in der Landesliga. Es gibt personelle Wechsel.
Nach dem Sieg gegen den TSV Hessental, den Vizemeister der Bezirksliga Hohenlohe, fuhren die Ingersheimer Spieler, Trainer und Funktionäre in die Bissinger Rommelmühle und feierten beim EM-Spiel zwischen Deutschland und Dänemark den auf den letzten Drücker geschafften Klassenerhalt. Als Tabellenzwölfter mussten die Ingersheimer in die Relegation. Zu mehr hatte es in einer an Aufregungen reichen Saison mit drei Trainerwechseln nicht gereicht. Immer noch besser aber, als das Schicksal der Absteiger KSG Gerlingen, FSV Bad Friedrichshall, Spvgg Satteldorf, Viktoria Backnang und TSG Bretzfeld teilen zu müssen.

„Die Erleichterung ist unsagbar groß, dass wir doch noch die Kurve gekriegt haben. Nach den Unruhen wollen wir in ruhige Fahrwasser und einfach wieder Ruhe reinkriegen“, sagt Manager Klaus Zürn. Einen großen Anteil am Klassenerhalt schreibt er Trainer Michael Mieck zu, der die undankbare Aufgabe über- und angenommen hatte, in seinem ersten Spiel für den FV Ingersheim gleich das Finale um den Ligaerhalt bestreiten zu müssen. „Michael Mieck hat die Mannschaft erreicht und sie offensiv spielen lassen. Sie hat schon gute Ansätze von Offensivfußball gezeigt. Das Trainerteam hat es in den zwei Wochen bis zur Relegation geschafft, den Spielern wieder Freude am Fußball zu vermitteln“, so der Manager.

Mieck, einst Spieler und Trainer der KSG Gerlingen in der Landesliga, wurde vom FV Ingersheim ursprünglich für die kommende Saison als Co-Trainer von Chefcoach Marcus Wenninger verpflichtet. Wenninger wiederum hatte im November Timm Fahrion abgelöst. „Am Anfang hat es gut ausgesehen“, sagt Zürn über die ersten Wochen der Zusammenarbeit mit dem oberligaerfahrenen Wenninger, der in Ingersheim seine zweite Trainerstelle antrat. Die ersten Maßnahmen, die Defensive zu verstärken, trugen Früchte, der FVI startete mit guten Aussichten auf einen Platz in der oberen Tabellenhälfte in die Rückrunde. Die Neuzugänge Jens Härter und Tim Schlichting schlugen ein, Pech hatte der für die Offensive verpflichtete Emmanuel Di Natale mit Verletzungen. „Er hat in Marbach überragend gespielt“, sagt Zürn über die Leistung des Ex-Gerlingers, der im Relegationsspiel andeutete, dass er noch ein wertvoller Mann werden kann, wenn er verletzungsfrei bleibt. Da unter dem prominenten Trainer die positiven Ergebnisse nicht in erwartetem Maße eintraten, die Mannschaft in der Rückrunde ohne Auswärtssieg blieb und es auch unterschiedliche Auffassungen über Spielweise und die Kaderplanung für die kommende Saison gab, wuchs die Unzufriedenheit zu einem Missverständnis in der Zusammenarbeit an. Wenninger kündigte trotz Vertrags seinen Abschied zum Saisonende an. Nach dem 1:3 im letzten Punktspiel in Eltingen trennte sich der FVI vor der Relegation von dem Freiberger und übertrug Mieck die Verantwortung.

Als Abgänge stehen bislang die bisherigen Leistungsträger Sebastian Rief und Marco Völlm fest, die zum Verbandsligisten VfB Neckarrems wechseln. Ersatztorhüter Fabian Guttleber verlässt den Fischerwörth nach einem halben Jahr wieder und schließt sich mit dem Wunsch nach Spielpraxis dem Landesliga-Aufsteiger SV Schluchtern an. Nach dem Klassenerhalt wird der Kader ansonsten in der bisherigen Besetzung wohl weitgehend zusammenbleiben. Als Neuzugänge stehen bislang Patrick Pace vom GSV Pleidelsheim, Kevin Kreischer von den A-Junioren des FV Löchgau sowie Talha Gürleyen vom SV Germania Bietigheim fest. Nach Ingersheim zurück kommt Philipp Sturm nach seinem Gastspiel bei 07 Ludwigsburg. Den einen oder anderen Neuzugang, vorzugsweise für die Offensive, haben die Ingersheimer Macher noch im Auge.
Redaktion: CLAUS PFITZER