FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Lokale Presseinformationen

Mittwoch 26. November 2008

Auf den Aufstieg geeicht: FV Ingersheim makellos
Ingersheim – Nein, spannend geht es in der Bezirksliga in diesem Jahr nicht gerade zu. „Mir ist das ja ganz recht“, lacht Thilo Koch. Er trainiert den FV Ingersheim, der längst mit Siebenmeilenstiefeln der Konkurrenz enteilt ist.

13 Siege und ein Remis bei zwölf Punkten Vorsprung lautet die makellose Bilanz des Clubs, der im Vorjahr als Aufsteiger nur knapp in der Relegation die Landesliga verpasste.
Im Sommer 2006 übernahm Koch den damaligen A-Ligisten. Für den heute 45-jährigen einstigen Oberligaspieler, der beim TV Neckarweihingen aufwuchs und zuvor in Schwieberdingen und bei 07 Ludwigsburg höherklassig trainierte, war es ein freiwilliger Abstieg. „In Ingersheim ging es um ein Konzept“, erklärt er seine damaligen Beweggründe.
Der Erfolg gibt Koch längst recht – es winkt der zweite Aufstieg in drei Jahren. „Nach der besten Platzierung der Vereinsgeschichte hat man in Ingersheim Lunte gerochen“, schildert Koch. Zielstrebig wurde im Sommer die neue Saison geplant. „Die Mannschaft wurde von Anfang an auf den Aufstieg geeicht“, erklärt der Trainer.
Mit dem oberligaerfahrenen José Macias, der vom SGV Freiberg kam, verstärkte man sich erheblich. Gemeinsam mit Kapitän Meric Aytug zieht er die Strippen im Mittelfeld. Abwehrorganisator Hasan Sert und die Angreifer Ali Seyhan und Davide Pusceddu sind weitere Schlüsselfiguren im Team.
„Wir haben viele starke Persönlichkeiten auf dem Platz“, sagt Koch, der mit Dreierkette („Wir spielen sowieso immer gegen eine Wand, da brauchen wir keine vier Abwehrspieler“) und zwei zentralen offensiven Mittelfeldspielern operieren lässt.
Befragt man die Gegner zur Dominanz des FVI, erhält man meist die gleiche Antwort: „Sie haben einfach die Abgezocktheit“, sagt Marbachs Trainer Charly Hayta stellvertretend für viele Kollegen. Koch weiß das: „Die Mannschaft hat die Klasse, auch einmal Spiele mit nur 70 Prozent zu gewinnen“. Dennoch habe man noch nichts erreicht: „Wir sind selbst unser größter Gegner“, warnt Koch und fordert Konzentration, „denn es wäre schlimm, wenn wir unseren komfortablen Vorsprung noch verspielen“.

Bernd Seib/LKZ