FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Lokale Presseinformationen

Montag 24. November 2008

Der FC Marbach stößt an seine Grenzen
FUSSBALL
In der Bezirksliga hat die Mannschaft von Charly Hayta den FV Ingersheim beim 2:4 nur etwas ärgern können.
Marbach. Der FC Marbach hat den souveränen Ersten der Fußball-Bezirksliga fordern können, aufs Glatteis hat sich der FV Ingersheim auf einem schneebedeckten Platz von den Schillerstädtern aber nicht führen lassen. Der FC holte ein 0:2 auf, verlor jedoch mit 2:4 (2:2).

Von Klaus Teichmann
Der Hermann-Mayer-Sportplatz auf dem Leiselstein präsentierte sich am Wochenende als idyllische Winterlandschaft – mit einer geschlossenen Schneedecke. Der Kunstrasenplatz war so freilich nur sehr schwer zu bespielen. Lange verstrickte der arg junge Unparteiische die beiden Teams vor der Partie in Diskussionen, soll angepfiffen werden oder nicht. Der FC wollte – morgens um zehn hatten die Marbacher sich bereits bei einer zusätzlichen Trainingseinheit mit den Bedingungen vertraut gemacht -, die Gäste wollten lieber nicht.

Dann ging es doch los. Die Ingersheimer traten teilweise in kurzärmeligen Trikots an, bei den Marbachern durfte man hingegen lange Hosen ausmachen. Und siehe da, die Gäste kamen unvorbereitet viel besser mit den eigenwilligen Voraussetzungen für ein Fußballspiel zurecht als das Team mit dem tatsächlichen Heimvorteil. „Man muss solche Bedingungen auch einfach annehmen“, haderte FC-Coach Charly Hayta so auch hinterher, „das muss man dem Gegner auch zeigen, die Ingersheimer kamen auf dem Schnee viel besser zurecht – der Gegner ist einfach wie eine Spitzenmannschaft aufgetreten.“ Kaum hatte sich der FC orientiert, wohin die Schlittenfahrt denn an diesem Nachmittag gehen könnte, stand es 0:2. Zweimal machte Marbachs Kapitän Markus Widmann bei einem Laufduell einen unglücklichen Eindruck, und zweimal nutzte Davide Pusceddu den individuellen Patzer zu einem Gegentor. Nach zwanzig Spielminuten hatte der FV Ingersheim den Verfolger aus der Schillerstadt bereits gründlich eingeseift.

Doch die Hayta-Schützlinge kamen immerhin zurück. Nach einem Freistoß von Andreas Kindl war Pierre Feeß zur Stelle. Noch vor der Pause verlängerte André Holzwarth die nächste Standardsituation, und Kindl glich aus.

Nach der Pause präsentierte sich der FC dann sofort standfester. Kindl und auch Roland Dambach kamen schließlich im Ingersheimer Strafraum zu Fall, doch der Elfmeterpfiff blieb aus. Stattdessen legte Pusceddu auf der Gästeseite zum 3:2 nach. „In dieser Phase waren wir gerade am Drücker“, ärgerte sich FC-Coach Charly Hayta, „für mich hätte es Elfmeter für uns geben müssen, zudem war das 3:2 klar abseits – der Schiedsrichter ist nicht schuld, dass wir verloren haben, da lag er aber falsch.“

Es half alles nichts, der clevere Spitzenreiter ließ sich nicht mehr aufs Glatteis locken. In der Schlussphase düpierte der eingewechselte Daniel Schick dann noch einmal Alexander Schwarzenberg und markierte das 4:2. „Drei individuelle Fehler sind gegen den FV Ingersheim einfach etwas zu viel“, konstatierte Hayta.