FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Landesliga: Sturm fegt Neckarsulm weg

Montag 23. August 2010


FV Ingersheim feiert zum Landesliga-Auftakt einen 4:1-Triumph
Optimaler Start für den FV Ingersheim: Die Fußballer aus dem Fischerwörth bezwangen die Neckarsulmer SU mit 4:1 und sind somit erster Landesliga-Spitzenreiter in dieser Saison. Philipp Sturm traf dreimal.

Matchwinner: Philipp Sturm (links) versucht, dem Neckarsulmer Timo Böttjer zu entkommen. Der Ingersheimer Stürmer erzielte drei Treffer.

Foto: Avanti

Drei Treffer gegen einen Mitfavoriten auf den Titel – für Philipp Sturm scheint dies das Normalste auf der Welt zu sein. „Das ist mein Job“, sagte der Ingersheimer Torjäger nach dem Abpfiff lapidar und präsentierte sich ganz als Teamplayer: „Das mache ich gerne für die Mannschaft, denn wir sind ein super Team.“

Dass er und der letztjährige Tabellendritte nach dem ersten Spieltag jubeln würden, war freilich keinesfalls so sicher, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Denn bis zur 65. Minute stellten die Neckarsulmer die bessere Elf und hätten bei einer größeren Effektivität auch in Führung gehen können. Doch im Angriff agierte die NSU zu umständlich. Und wenn es dann doch einmal brenzlig wurde, war auf den Ingersheimer Keeper Tobias Staiger Verlass – oder der Schiedsrichter-Assistent hob die Fahne, um eine Abseitsstellung zu signalisieren.

Wie mans besser macht, zeigte FVI-Matchwinner Sturm gestern eindrucksvoll. Fünfmal tauchte der 24-Jährige gefährlich vor dem Gehäuse der Sport-Union auf, dreimal zappelte der Ball im Netz. In der 29. Minute profitierte er von einem Zuspiel von Fabian Dietz, der den verletzten Björn Rothkopf als Spielmacher vertrat. Sturm besorgte den Rest, indem er den aus seinem Tor stürzenden Sven Seeg mit einem Lupfer überwand – das 1:0. Beim 2:1 verwertete er eine Hereingabe des eingewechselten Marius Friedl (70.). Zwei Minuten später schlug Sturm mit einem Heber das dritte Mal zu, nachdem er von Jörn Pribyl bedient worden war. Besonders schön anzusehen war das Kontertor zum 4:1, diesmal ohne Beteiligung des zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewechselten Sturm. David Schuster spielte in die Gasse auf Friedl, der legte erneut mustergültig quer, und Pribyl schloss nach einer Körpertäuschung abgezockt und cool zum 4:1-Endstand ab (86.).

Für das einzige Erfolgserlebnis der Neckarsulmer sorgte in der 44. Minute Steffen Elseg beim zwischenzeitlichen 1:1 – der NSU-Angreifer schickte den Ball nach einem Pass von Dennis Ruiz-Maile aus 16 Metern flach ins lange Toreck. Beide Mannschaften trafen in der ersten Hälfte bei Freistößen jeweils noch das Aluminium. Daniel Schick scheiterte an der Latte, den Abpraller setzte Sturm per Kopf über das Tor (40.). Auf der Gegenseite hatte Florian Grunwald kurz vor dem Pausenpfiff Pech: Sein Freistoß krachte an den Pfosten.

„Vom Ergebnis her war das ein perfekter Saisonstart. Mit den ersten 60 Minuten war ich aber nicht zufrieden, da waren wir zu nervös“, bilanzierte FVI-Trainer Thilo Koch und sah bei seiner Truppe läuferische Vorteile: „Die Neckarsulmer konnten in der zweiten Halbzeit körperlich nicht mehr zulegen.“ Marco Merz, der Sportliche Leiter der Unterländer, sah andere Gründe für den verpatzten Auftakt. „Wir waren zu zögerlich vor dem Tor. Der Gegner hatte mehr Biss, ist geschlossener aufgetreten und war gieriger auf den Erfolg“, meinte er enttäuscht.
Redaktion: ANDREAS EBERLE