FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Landesliga:Nach Pribyls Ausscheiden geht nichts mehr

Montag 16. November 2009

FV Ingersheim verliert Landesliga-Spiel gegen einen wesentlich stärkeren SV Fellbach mit 1:4 Der FV Ingersheim hat in der Fußball-Landesliga gegen den SV Fellbach nach einer 1:0-Führung noch mit 1:4 verloren. Knackpunkt war das frühe verletzungsbedingte Ausscheiden von Torschütze Jörn Pribyl.

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Der eingewechselte Ingersheimer Fabio Giunta (links) und Fellbachs Doppeltorschütze Maximilian Hoffmann kämpfen um den Ball. Foto: Avanti Als Jörn Pribyl in der 17. Minute den Rasen verließ, war die Fußball-Welt in Ingersheim noch in Ordnung: Der ehemalige Freiberger hatte nach neun Minuten das 1:0 für den Aufsteiger erzielt. Dann musste er aber vom Feld und ins Krankenhaus, weil er unglücklich gefallen war und sich zwei Finger gequetscht hatte. „Uns hat es weh getan, dass er raus musste. Das hat einen Bruch gegeben“, befand FVI-Trainer Thilo Koch. Die Fellbacher waren gestern das klar bessere Team. Mit einem aggressiven Forechecking unterbanden die Gäste den Spielfluss der Ingersheimer schon im Ansatz. Mit flüssigen Kombinationen brachten sie den FVI vor allem im zweiten Abschnitt immer wieder in Bedrängnis. Der Ex-Verbandsligist war nicht nur in den Zweikämpfen präsenter, sondern wirkte auch wacher, ballsicherer und spritziger als der Aufsteiger. Das erkannte auch Koch neidlos an. „Das war die bisher stärkste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben“, erklärte der Coach. Dennoch hatte sein Team in der neunten Minute mit einem sehr kuriosen Tor vorgelegt. Nach einer Fellbacher Ecke klärte Björn Rothkopf mit einem Befreiungsschlag. Der nach vorne gerückte Pribyl war mit dem Kopf einen Tick schneller am Ball als der 30 Meter vor seinem Kasten postierte Gästekeeper Isaac Amoh. Die eigene Vorlage erlief sich der ehemalige Freiberger und vollendete ins leere Tor – Pribyls erster Saisontreffer für seinen neuen Klub. Danach tat sich lange wenig. Der FVI, der mit Daniel Bregler nur einen Stürmer aufgeboten hatte, verwaltete das Ergebnis. Eine weitere Ecke des Fellbachers Claudio Vulcano läutete schließlich das nächste Tor im Fischerwörth ein: Die Ingersheimer Abwehr brachte den Ball nicht weg, und Maximilian Hoffmann schoss zum 1:1 ein (33.). Eine weitere Schrecksekunde hatten die Hausherren kurz vor dem Pausenpfiff zu überstehen, als Hoffmann allein auf Philipp Bürkle zusteuerte, doch der FVI-Schlussmann warf sich dem Torjäger entgegen und schnappte sich die Kugel. Auch in Hälfte zwei stand Bürkle mehr im Fokus als ihm lieb war. Nach einem abgeblockten Schuss von Mario Marinic überlistete erneut Hoffmann den Torsteher mit einem kühnen Schlenzer ins lange Eck (58.). Sechs Minuten später war Bürkle noch mit dem Stellen einer Abwehrmauer beschäftigt, was Vulcano auf die Idee brachte, einen Freistoß schnell auszuführen – und perfekt getimed flog der vom Strafraumeck getretene Ball in den Torwinkel. Beim 1:4 in der 81. Minute wehrte Bürkle den ersten Versuch von Marinic noch ab, den Nachschuss musste er aber passieren lassen. Vom rechten Innenpfosten prallte der Ball an den linken und von dort hinter die Linie. Die einzige Ingersheimer Großchance hatte im zweiten Durchgang Bregler, der nach Rothkopfs Freistoß mit einem Kopfball an Amoh scheiterte. „Die Niederlage ist absolut verdient. Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht und waren nicht in der Lage, das schnelle Passspiel des Gegners zu unterbinden“, analysierte Koch. Statistik FV Ingersheim: Bürkle – Eggert, Wagner, Schunger, Madzaris (59. Sturm) – Grätz, Pribyl (17. Giunta) – Völlm, Rothkopf, Aytug – Bregler (83. Sedlmaier). SV Fellbach: Amoh – Fichter (59. Schmid), Hinderer, Zipponig, Fleischer – Kärcher – Fürst (81. Kicherer), Vulcano, Cutura – Hoffmann (70. Marsiglio), Marinic. Tore: 1:0 (9.) Pribyl, 1:1, 1:2 (33./58.) Hoffmann, 1:3 (64.) Vulcano, 1:4 (81.) Marinic. Schiedsrichter: Sascha Perekovic (Öhringen), Zuschauer: 150.

Redaktion: ANDREAS EBERLE/Bietigheimer Zeitung