FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Ingersheim auf Relegationsplatz

Montag 7. Mai 2012

FSV Waiblingen – FV Ingersheim 1:0 (1:0)

Für den FV Ingersheim geht es nach der gestrigen 0:1-Niederlage beim FSV Waiblingen in der Fußball-Landesliga ums Überleben. Vier Spieltage vor Rundenende ist der FVI auf den Relegationsrang abgerutscht.

Laufduell um den Ball zwischen dem Ingersheimer Anton Pelipetz (links) und Mohran Hussein vom FSV Waiblingen.
Foto: Ralph Steinemann

Durch den Treffer von Daniel Neumann aus der 22. Minute gewann der FSV Waiblingen auf seinem gepflegten Rasenplatz das Sechs-Punkte-Spiel gegen den FV Ingersheim. Damit zog das Team von Interimstrainer Joachim Beck mit den Ingersheimern nach Punkten in der Tabelle gleich und aufgrund der besseren Tordifferenz auch noch an ihnen vorbei. Der FVI belegt jetzt den Relegationsplatz. Angesichts des Restprogramms mit den Heimspielen gegen 07 Ludwigsburg und die KSG Gerlingen sowie den Auswärtspartien in Rutesheim und in Eltingen wartet auf Ingersheim ein spannenes Saisonfinale.

„Wir waren willig, der Gegner war williger. Das Ergebnis ist die logische Konsequenz“, umschrieb der Ingersheimer Trainer Marcus Wenninger vornehm die Partie, in der es von seinem Team kein Aufbäumen gegen die drohende Niederlage gab. Das gefällige Spiel im Mittelfeld produzierte kaum Torgefahr. In der zweiten Halbzeit brachte nur Sebastian Rief den Ball einmal aufs Waiblinger Tor. Die Gastgeber dagegen versiebten in der Schlussphase beste Möglichkeiten gegen den starken Torhüter Tobias Staiger.

Mit ein wenig Glück in der Anfangsphase hätten die Ingersheimer in Führung gehen können. Aber Jens Härter verfehlte mit einem Freistoß aus 20 Metern Entfernung das FSV-Tor haarscharf. Auch bei der Standardsituation von Daniel Schick fehlte nicht viel zu einem Torerfolg. Den hatte auch Piero Stampete auf dem Schlappen. Er scheiterte aber an der Fußabwehr von FSV-Schlussmann Fabian Tress.

Nach und nach festigte sich die anfangs vogelwilde Waiblinger Abwehr, so dass auch das Offensivspiel in Gang kam. Dabei hatten die Gastgeber mehr Glück nach einem Freistoß. Den vom Ex-Löchgauer Mahmut Fehimli getretenen Ball wehrte die Ingersheimer Abwehr nur unzureichend ab und rückte dann nach vorne. Mohran Hussein beförderte die Kugel mit dem Kopf zurück in den Strafraum, genau in den Lauf von Daniel Neumann, der schob sie clever an Staiger vorbei ins lange Eck (22.).

Das Spiel der Ingersheimer sah danach nett aus. Sie hatten mehr Ballbesitz als der Gegner, spielten aber ohne Leidenschaft und wenig druckvoll nach vorne. Dort konnte sich Emanuele Di Natale ebenso wenig entscheidend durchsetzen wie sein Nebenmann Rief.

Als die Gäste ihre Abwehr lockerten, ergaben sich für Hussein und Dimitrios Kurtidis Riesenchancen frei vor dem Ingersheimer Tor. Schlussmann Staiger wehrte dabei dreimal bravourös ab.

„Das war zu wenig“, sagte FVI-Coach Wenninger zur Leistung seiner Elf. „Wir bekommen keinen Torjäger par excellence mehr her, da muss man einfach das Tor auch mal erzwingen wollen. Waiblingen hatte auch nicht viele Chancen, aber das Tor gemacht. Der Sieg war verdient, Waiblingen hätte am Ende sogar höher gewinnen können. Die Situation war prekär und ist jetzt tabellarisch noch prekärer geworden. Wir dürfen uns nicht mehr zu viel Zeit lassen, bis jeder begreift, um was es geht“, so Wenninger.
C. PFITZER