FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Heimniederlage gegen Öhringen

Montag 26. September 2011

FV Ingersheim – TSG Öhringen 1:5 (0:2)


Der FV Ingersheim kassiert gegen den Landesliga-Zweiten TSG Öhringen
die nächste 1:5-Schlappe. Der Fußball-Landesligist FV Ingersheim hat die
zweite 1:5-Pleite in Folge kassiert: Der Schlappe in Großaspach folgte gestern
ein 1:5 zu Hause gegen den Tabellenzweiten TSG Öhringen.
Der Ehrentreffer zum 1:3 gelang Torjäger Giuseppe Luisi.

Der Öhringer Philipp Schäfer überspringt den Ingersheimer Sebastian Rief (links).
Foto: Avanti

Die Fischerwörth-Elf hatte gestern keinen guten Tag erwischt. Wie schon vor zwei Wochen bei der SG Sonnenhof Großaspach II kassierte das Team gegen die TSG Öhringen fünf Gegentore und eine happige 1:5-Klatsche. Im Stil einer Spitzenmannschaft traten dabei nur die Hohenloher auf. Sie standen hinten – abgesehen von der Schlussviertelstunde – sicher, spielten mit flüssigen Kombinationen die FVI-Abwehr aus und nutzten eiskalt ihre Chancen. Die Ingersheimer agierten dagegen gerade in der Defensive pomadig und machten in der ersten Hälfte zwei Fehler, die Öhringen zu flotten Gegenangriffen und zwei Toren nutzte – eine Spezialität der TSG, vor der er seine Jungs im Vorfeld gewarnt habe, wie der Ingersheimer Coach Timm Fahrion nach der Partie mit süßsaurer Miene anmerkte.

Beim 0:1 brachte der aufgerückte Linksverteidiger Sebastian Rief die Gäste mit einer schwachen Hereingabe in Ballbesitz, und dann ging es blitzschnell: TSG-Regisseur Johannes Deibert bediente Philipp Schäfer, der hebelte durch einen Doppelpass mit Joachim Sauermann die Ingersheimer Hintermannschaft aus und vollstreckte mit einem Flachschuss (30.). Zehn Minuten später verloren die Hausherren zwei Zweikämpfe hintereinander. Nachdem sich Alexander Wagner und Michael Badtmann am Boden beharkt hatten, war der Weg frei für Öhringens Torjäger Volkan Demir, der den Ball flach ins lange Eck setzte – das 0:2.

Die Fischerwörth-Elf hatte somit wenig davon, dass sie ein leichtes Übergewicht und in den ersten 30 Minuten auch drei gute Chancen hatte: In der Anfangsphase entschied sich Piero Stampete für eine Hereingabe auf Giuseppe Luisi, statt selbst aufs Tor zu schießen – TSG-Keeper Leander Wallmann, der darauf spekuliert hatte, ging dazwischen und schnappte sich den Ball. Dann tropfte eine Direktabnahme von Christian Polziehn an die Latte, und bei einem Freistoß von Daniel Schick klärte Wallmann vermutlich hinter der Linie. Doch weil das Schiedsrichtergespann zuvor eine Ingersheimer Abseitsstellung gesehen hatte, gab es Freistoß für den Tabellenzweiten aus dem Hohenlohekreis – und wenig später die ersten zwei Gegentore. „Das war ärgerlich. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt“, sagte Fahrion.

Nach der Pause verstärkte der Coach mit der Einwechslung von Pierre Fees die Offensive, aber der Schuss ging nach hinten los: Demir kam nach Johannes Deiberts Ecke erstaunlich unbedrängt zum Kopfball und traf zum 0:3 (52.). Dabei profitierte der TSG-Stürmer davon, dass gleich fünf rot gekleidete Ingersheimer in unmittelbarer Nähe nur zuschauten und FVI-Schlussmann Tobias Staiger durch den Strafraum irrte.

Luisi gelang in der 76. Minute der 1:3-Anschlusstreffer, indem er einen Eckstoß von Schick ins Netz köpfte – der bereits siebte Saisontreffer des Neuzugangs. Jetzt gab Ingersheim Gas. Möglicherweise wäre es noch einmal eng geworden, wenn Fees wenig später freistehend vor Wallmann nicht vorbei-, sonder ins Tor geschossen hätte. So aber nutzten die Gäste in der Schlussphase die Freiräume und Deckungslücken in der gegnerischen Abwehr zu zwei weiteren Treffern: Der eingewechselte Fabian Czaker staubte zum 1:4 ab, nachdem Staiger einen Schuss von Sauermann nur abgeklatscht hatte (88.). In der Nachspielzeit besorgte Sauermann den Rest zum Öhringer Schützenfest.

„Das 1:5 ist viel zu hoch. Ein 3:3 wäre gerechter gewesen“, fand Fahrion und blieb trotz der zweiten hohen Pleite cool: „Wir müssen konzentriert weiterarbeiten.“ Zufrieden war dagegen sein Kollege Martin Weiß. „Unser Sieg ist absolut verdient, aber vielleicht um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen“, sagte der Öhringer Trainer und freute sich auf das anstehende spielfreie Wochenende und den Mannschaftsausflug am nächsten Freitag nach Kaiserslautern zum Bundesliga-Duell des 1. FCK gegen den VfB Stuttgart.
ANDREAS EBERLE

Am Sonntag im Sportzentrum Fischerwörth aufgeschnappt:
Der Eine: „Je älter ich werde umso mehr lerne ich ein gutes Spiel des FVI zu schätzen.“ Darauf erwidert sein Sitznachbar: „Was hat das mit dem zu tun was wir gerade sehen?“ „Nichts, ich hab nur gedacht ich erwähne es mal.“