FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

FV Ingersheim kämpft um den Klassenerhalt

Samstag 16. Juni 2012

Der hohenlohische Bezirksliga-Vizemeister TSV Hessental fordert morgen ab 15 Uhr in Marbach den FV Ingersheim im Kampf um einen Platz in der Fußball-Landesliga heraus.
Michael Mieck muss in seinem ersten Spiel als Ingersheimer Trainer den Klassenerhalt schaffen.
Foto: Archiv
Michael Mieck hätte sich wohl auch einen leichteren Einstieg als Trainer beim FV Ingersheim gewünscht. Nachdem die Ingersheimer in der Abschlusstabelle der Landesliga aber auf dem Relegationsplatz gelandet sind, muss der Nachfolger des glück- und erfolglosen Marcus Wenninger gemeinsam mit seinem neuen Assistenten Giannicola Bellarosa in einem Spiel den Klassenerhalt schaffen und die Basis für eine gemeinsame sportliche Zukunft in der Landesliga legen. „Das ist sicherlich eine schwierige Aufgabe. Aber die Jungs sind vom Selbstbewusstsein her wieder voll da. Sie haben im Training gut mitgezogen und sind heiß aufs Finale“, sagt Mieck, der angesichts der mageren Trefferausbeute in den vergangenen Wochen ein variables Offensivspiel einstudieren ließ. Verzichten muss Mieck auf den gesperrten Sebastian Rief.

„Es wird nicht einfach, denn Hessental steht sehr kompakt und spielt abwartend. Ein Augenmerk müssen wir auf Radzek legen, er ist der Dreh- und Angelpunkt der Hessentaler. Wir müssen einfach unser Spiel durchziehen“, so der neue Ingersheimer Coach, der die Hessentaler am Sonntag in der Partie gegen Union Böckingen (1:0) beobachtet hat und sie auch noch aus Landesligaduellen aus seiner Zeit als Gerlinger Coach kennt. „Die Schlüsselspieler sind noch dabei“, weiß Mieck.

Diese Leistungsträger sind neben dem quirligen und spielfreudigen Polen Slawek Radzek dessen kaum weniger gefährliche Nebenleute wie Standardspezialist Eugen Kunz, der bullige Torjäger Thomas Lang oder der schnelle Marco Ventura. Mit dem geballten Offensivpotenzial dieses Quartetts wartet eine Menge Arbeit auf die Ingersheimer Defensive. Für kompakte Abwehrarbeit zuständig sind in erster Linie Spielertrainer Daniel Walz als umsichtiger, zweikampfstarker Sechser und sein Bruder Patrick Walz als kopfballstarker Abräumer in der Viererkette. Dahinter lauert mit Eugen Treschev ein Riesenkerl von einem Torhüter, der mit seinen weiten Abschlägen die Angriffsmaschine oft befeuert.

Vor der morgigen Nervenschlacht in Marbach räumt der Ingersheimer Manager Klaus Zürn Fehler ein und spricht von einem Missverständnis bei der Verpflichtung von Trainer Marcus Wenninger im November 2011. „Es hat einfach nicht gepasst. Fehler gemacht haben alle Beteiligten, also Trainer, Mannschaft und Verantwortliche. Da Vorstand Kurt Frömmrich und ich den falschen Trainer eingestellt haben, tragen wir die Verantwortung. Dem Trainerteam mit Wenninger und seinem Assistenten Mario Wildmann ist es nicht gelungen, die Mannschaft zu einer Einheit zu formen, es wurde kein Auswärtsspiel gewonnen. Die Mannschaft war nach der Entlassung der beiden in keinem guten Zustand – weder physisch noch psychisch. Es war für unser neues Trainerteam, das wieder einen respektvollen Umgang mit den Spielern pflegt, schwierig, in der kurzen Zeit bis zum Relegationsspiel die Versäumnisse vor allem der letzten vier Wochen aufzuholen und die Köpfe frei zu bekommen“, so Zürn, der auf die Leidenschaft seiner Mannschaft setzt.
Redaktion: CLAUS PFITZER