FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

FV Ingersheim: Die vierte Niederlage in Folge

Donnerstag 17. April 2014

Artikel aus der BIETIGHEIMER ZEITUNG | Südwest Presse Online
HENNING MAAK | 17.04.2014

 

Foto_Helmut Pangerl BZFoto: Helmut Pangerl

Der FV Ingersheim hat in der Fußball-Bezirksliga einfach keinen Lauf. Gegen den Spitzenreiter SV Salamander Kornwestheim hatte das Team von Trainer Fritz Schweizer am Mittwochabend rund 70 Prozent Ballbesitz, unterlag aber 0:1.

Auch der FV Ingersheim hat den Tabellenführer SV Salamander Kornwestheim bei seinem Marsch zum Aufstieg in der Fußball-Bezirksliga nicht bremsen können. Der Tabellenfünfte war das gesamte Spiel über feldüberlegen und hatte zahlreiche Torchancen, scheiterte aber immer wieder am überragenden Kornwestheimer Schlussmann Marcel Stegmeyer.
Nach diesem glücklichen Sieg führt die Mannschaft von Trainer Markus Fendyk die Tabelle sieben Spieltage vor Saisonschluss mit acht Zählern Vorsprung vor dem TSV Merklingen an und hat damit beste Chancen, nach vielen vergeblichen Anläufen in diesem Jahr den Sprung in die Landesliga zu schaffen.
Für den FV Ingersheim dürfte hingegen nach der vierten Niederlage in Folge bei elf Zählern Rückstand auf den Relegationsrang der Aufstiegszug abgefahren sein.
Nach dem Abpfiff rannte ein Großteil der Gästeakteure zu ihrem Torspieler Marcel Stegmeyer. Sie wussten, bei wem sie sich bedanken mussten, dass ihr Team die drei Punkte aus dem Stadion im Fischerwörth mitnehmen konnte. In der zweiten Minute der Nachspielzeit vollbrachte Stegmeyer seine vielleicht größte aller Großtaten, als er den Ball nach einem Heber des freistehenden Erkan Orak aus acht Metern noch zu fassen bekam.
In der ersten Halbzeit begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die erste Möglichkeit der Partie hatte Angelo Coppola, der aus 14 Metern das SV-Tor nur knapp verfehlte. Für die erste Chance der Gäste sorgte unfreiwillig Philipp Lauer, der beim Versuch, eine Flanke zu klären, das eigene Tor um Haaresbreite verfehlte. Zum ersten Mal den Torschrei auf den Lippen hatten die FVI-Anhänger in der 23. Minute nach einer Doppelchance des Schweizer-Teams: Zunächst drang Piero Stampete auf der rechten Seite in den Strafraum ein, scheitere aber an der Fußabwehr von Stegmeyer. Nach der folgenden Ecke musste ein SVK-Verteidiger den Kopfball von Coppola auf der Linie klären.
Warum die Gäste ganz oben in der Tabelle stehen, bewiesen sie in der 36. Minute: Nach einem schnellen Spielzug war die linke Abwehrseite des FVI offen, Pirmin Löffler konnte flach in den Strafraum passen, wo SVK-Torjäger Dominik Janzer keine Mühe hatte, aus zwölf Metern das 0:1 zu erzielen. „So ein Torjäger macht den Unterschied aus“, sagte FVI-Trainer Schweizer anerkennend. Der 36. Saisontreffer des Liga-Torschützenkönigs sorgte bei der kleinen blau-gelben SVK-Fankolonie für lautstarken Jubel und Trommelwirbel. Vor der Pause verpasste Coppola die Chance zum Ausgleich, als er aus kurzer Distanz an Stegmeyer scheiterte (44.).
In der zweiten Halbzeit erhöhten die Gastgeber den Druck: Ein Freistoß von José Macias aus 19 Metern strich knapp über die Latte (48.), sechs Minuten später holte Stegmeyer ein Kopfball-Aufsetzer von Sebastian Kniller aus dem Tordreieck. In der 58. Minute drehte sich Piero Stampete am Strafraum um seinen Gegenspieler und zog ab, doch Stegmeyer bekam den Schuss auf das kurze Eck im Nachfassen unter Kontrolle. Kornwestheim war bei Kontern gefährlich, die beste Chance vergab Janzer, der nach Doppelpass mit Marco Reichert aus 14 Metern an FVI-Schlussmann Dario Nieswandt scheiterte.
In der 73. Minute schwächten sich die Gastgeber selbst, als Davide Capella die Gelb-Rote Karte bekam, weil er einmal zu viel gemeckert hatte. Doch auch in Unterzahl ging das Spiel nur in Richtung des Kornwestheimer Tores. Nach einer Flanke von links verpassten drei SVK-Verteidiger den Ball, Stampete jagte den Ball am langen Pfosten jedoch knapp über die Latte. Auch der eingewechselte Kosta Michailidis fand in Stegmeyer seinen Meister, als er nach einer weiten Flanke am langen Pfosten aus sieben Metern am SVK-Torhüter scheiterte (78.). Die Gäste waren nur noch einmal mit einem Freistoß des Ex-Freibergers Predrag Sarajlic gefährlich (83.), doch Nieswandt bekam die Fäuste noch rechtzeitig nach oben.
Am Ende stand die bittere Erkenntnis: Wohl selten hat eine Mannschaft so viele Torchancen gegen die beste Abwehr der Liga kreiert. Doch bisweilen geht das bessere Team als Verlierer vom Platz.

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