FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Der FV Ingersheim gewinnt wieder

Montag 8. April 2013

Der FV Ingersheim gewinnt wieder. Erstmals seit dem 7. Oktober 2012 holte die Mannschaft von Trainer Mieck am Sonntag mit dem 2:1 gegen den TSV Schwaikheim wieder einen Sieg in der Fußball-Landesliga.

In der ersten Halbzeit hatten die Ingersheimer viel Arbeit mit den schnellen Schwaikheimer Offensivspielern. Hier versuchen Anton Pelipetz (links) und Denis Grätz (rechts) den flinken Konstantinos Fotiadis zu stoppen. Foto: Avanti

Mit dem 2:1-Sieg gegen den TSV Schwaikheim beendete der FV Ingersheim am Sonntag in der Landesliga eine Serie von elf Spielen ohne Sieg bei nur drei Unentschieden. „Wir leben noch“, sagte nach dem verdienten Erfolg gegen den Aufsteiger aus dem Rems-Murr-Kreis der Ingersheimer Manager Klaus Zürn. Vor der Partie hatte er die Parole ausgegeben: „Drei Punkte oder Abstieg“. Dass der FVI weiter auf den Klassenerhalt hoffen darf, auch wenn einige Konkurrenten im Abstiegskampf punkteten, lag an einer kämpferisch starken Leistung und vor allem an einer prima Defensivarbeit in der zweiten Halbzeit. Vor der Pause hatten da die Gastgeber so ihre Schwierigkeiten mit den schnellen Angreifern der Schwaikheimer.

Der Ingersheimer Trainer Michael Mieck hatte seine Mannschaft für die richtungsweisende Partie personell und taktisch umgestellt. So blieben die bislang gesetzten Angreifer Piero Stampete und Fabio Giunta draußen. „Wir wollten taktisch was verändern. Natürlich können wir nicht auf Stampete und Giunta verzichten“, begründete Mieck seine Aufstellung.

Mit Anton Pelipetz, Denis Grätz und Lars Bischoff, der sich mit einem gerade ausgeheilten Kahnbeinbruch zur Verfügung stellte, hatte der FVI-Trainer vor der Abwehrkette um den stellungssicheren und zweikampfstarken Kapitän Alexander Wagner und hinter dem Offensivtrio Martin Frey, Björn Rothkopf und Suad Rahmanovic eine Dreierkette mit defensiven und spielerischen Vorzügen installiert. Das klappte in der ersten Halbzeit noch nicht so gut, weil die Gäste mit langen Bällen das Mittelfeld überbrückten und so ihre schnellen Spitzen Kadir Akyüz, Giovanni Blancone und vor allem Konstantinos Fotiadis in Szene setzten.

Da hatten die Ingersheimer erhebliche Probleme, vor allem Talha Gürleyen bekam auf der linken Seite den schnellen Fotiatis nicht unter Kontrolle. Fotiatis leitete auch die dickste Chance des gesamten Spiels ein, als er die Kugel quer legte und Akyüz aus fünf Metern Torentfernung über den Ball säbelte.

Was sich schon gegen Ende der ersten Halbzeit angedeutet hatte, setzte sich mit Beginn der zweiten Hälfte fort und verstärkte sich. Die Ingersheimer waren über gewonnene Zweikämpfe und viel Einsatz gut ins Spiel gekommen und drängten die Gäste zurück. Kontermäßig lief bei Schwaikheim nicht mehr allzu viel. Einzige Ausnahme war die 74. Minute. Da scheiterte Marius Pfender mit einem Aufsetzer an der tollen Reaktion von FVI-Schlussmann Sascha Becker. Den Abpraller köpfte Heiko Bernert an die Querlatte.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Ingersheimer längst mit 1:0. Den Treffer hatte Martin Frey in der 47. Minute mit einem platzierten Flachschuss aus 16 Metern Entfernung erzielt. „Er hat sich seit Wochen im Training angeboten“, freute sich Mieck über die Entscheidung, den langen Frey von Anfang an zu bringen. In der 79. Minute hatte die aufgerückte Schwaikheimer Abwehr nach einem Diagonalball von Jerry Kleiß nicht aufgepasst. Rahmanovic hatte sich über die linke Seite davongeschlichen und den Ball erlaufen. Mit einem satten Schuss ins lange Eck erhöhte er auf 2:0.

Fünf Minuten vor Spielende fingen sich die Gastgeber noch einen Gegentreffer. Valentin Beier hatte den Ball mit links von der Strafraumgrenze aus flach und genau ins Eck gezirkelt. Mehr bekamen die Schwaikheimer in einem kampfbetonten, aber schwachen Spiel nicht mehr hin.

„Der Sieg war für die Tabelle nicht wichtig. Jetzt dürfen wir erstmals seit vielen Wochen am Dienstag mit einem anderen Gesicht ins Training kommen Der Sieg war wichtig für den Kopf. Unsere Situation ist nicht aussichtslos, aber es wird ganz, ganz schwer. Wir spielen jetzt in Neckarsulm und gegen Löchgau. Wir können es nur über Big Points aus solchen Spielen schaffen. Meine Spieler haben als Mannschaft eine Top-Leistung gebracht, auch wenn das Spielerische gefehlt hat. Aber sie sind als Mannschaft aufgetreten, das war wichtig“, so der Ingersheimer Trainer Mieck.