FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Das „NSULive“ Interview mit dem sportlichen Leiter des FV Ingersheim Klaus Zürn

Sonntag 14. April 2013

Kaus Zürn ist so etwas wie der personifizierte „Mr. Ingersheim“ und zusammen mit dem seit 25 Jahren im Amt befindlichen FVI-Präsident Kurt Frömmrich Architekt der in den letzten Jahren so erfolgreichen FVI-Mannschaften.

Wir haben den „Macher“ unseres heutigen Gegners und eingefleischten Fan des 1. FC Kölns auf dem Weg zum Spiel seines Lieblingsclubs beim 1. FC Kaiserslautern sprechen können, wobei folgendes Interview entstand.
Herr Zürn, gerne würden wir unter sportlich anderen Vorzeichen für Ihr Team dieses Gespräch führen. Zunächst, was denken Sie woran liegt es, dass es in dieser Saison nicht so recht laufen will?
Klaus ZürnKlaus Zürn: Dies Frage ist leicht zu beantworten. Starke Spieler wie Daniel Schick, Jörn Pribyl, Fabian Dietz, Marco Völlm und Sebastian Rief haben unsere Mannschaft in den letzten Jahren verlassen und wir konnten diese einfach nicht adäquat ersetzen. Ein weiterer Schlüssel in dieser Saison ist die schwere Verletzung unseres überragenden Torhüters Tobias Staigers. Das hat das Gesamtgefüge einfach nicht verkraftet. Tobi ist nicht nur ein exzellenter Keeper sondern übt auch als Führungskraft eine sehr wichtige Rolle bei uns aus.
Sie sind schon sehr lange in Ingersheim tätig, wie sehr schmerzt Sie persönlich die aktuelle sportliche Situation?
Klaus Zürn: Die Situation schmerzt mich sehr. Als wir hier angefangen haben, war unser Ziel, uns in der Landesliga zu etablieren und in Richtung Verbandsliga zu schauen. Aber mit unserem Etat ist die Verbandsliga schwer zu erreichen Dass es in dieser Saison nun so unrund läuft, war für uns nicht vorhersehbar.
Sie haben Ihre Hausaufgaben in der Winterpause durchaus gemacht, haben mit Sascha Becker und Christian Butz zwei überdurchschnittliche Landesliga-Spieler verpflichtet. Langsam gehen Ihnen aber die verbleibenden Spiele aus, oder?
Klaus Zürn: Das ist in der Tat so. Die Begegnung letzte Woche gegen Schwaikheim war für mich ein Schlüsselspiel (Anmerkung: war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). Danach wissen wir, wo wir stehen. Gewinnen wir, ist alles möglich, verlieren wir, wird es ganz eng.
Glauben Sie denn noch das „Wunder von Ingersheim“?
Klaus Zürn: Ja, das tue ich durchaus. Ich glaube an den Klassenerhalt und an unsere Mannschaft. Der FV Ingersheim verfügt über viel Qualität, das können Sie so ruhig schreiben.  Allerdings wäre es für uns scheinbar besser, die Saison ging nur von Mai bis Oktober, wenn die Plätze in einem guten Zustand sind.
Bei aller Fokussierung auf Ihre eigene Situation, wie sehen Sie Ihren heutigen Gegner aus Neckarsulm?
Klaus Zürn: Ich unterhalte mich öfters mit unserem ehemaligen Spieler und gebürtigen Ingersheimer Jörn Pribyl, der ja jetzt Euer Trikot trägt über die Neckarsulmer Sport-Union. Wer in dieser Liga Tabellenführer ist, der hat viel richtig gemacht, keine Frage. Die NSU verfügt über hervorragende Einzelspieler mit viel individueller Qualität und steht daher auch zu recht an der Tabellenspitze. Ich bin mir sowieso sicher, wäre unser Tobi Staiger vergangene Saison bei Euch im Tor gestanden, währt ihr schon da aufgestiegen. Vorab jetzt schon, herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft. Sie haben sich oft gegen Spitzenmannschaf- ten leichter getan, als gegen die hinteren Teams.
Rechnen Sie sich auch heute in Neckarsulm etwas aus?
Klaus Zürn: Ja, warum auch nicht? Wir haben in Neckarsulm in den letzten Jahren fast immer gut ausgesehen, vielleicht schaffen wir das ja auch heute.
Es ist sehr anerkennenswert und sympathisch, dass Sie bislang nicht den einfachsten Weg gegangen sind und Trainer Michael Miek ausgewechselt haben. Was zeichnet Ihren Trainer aus und planen Sie auch kommende Saison mit ihm?
Klaus Zürn: Das kommt ganz darauf an, in welcher Liga wir dann spielen werden. Unseren Trainer Michael Mieck zeichnet eine hohe Motivation und Akrebie in seiner Arbeit aus und natürlich hohe Fachkenntnis. Zudem ist er für mich neben Timm Fahrion einer der korrektesten und aufrichtigsten Trainer, die wir in Ingersheim hatten. Ich bin daher mit seiner Arbeit zufrieden.
Können wir Ihnen zum Abschluss noch einen Ergebnistipp für die heutige Begegnung entlocken?
Klaus Zürn: Sollten wir gegen Schwaikheim gewinnen, dann tippe ich auf einen Ingersheimer 2:1-Sieg in Neckarsulm.
Danke Herr Zürn für dieses Interview.

Beitrag aus dem Stadionheft „NSUlive“ – Ausgabe 10