FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Bezirkspokal-Endspiel am Vatertag steigt in Asperg

Dienstag 12. Mai 2015

Bezirkspokal Finale

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Artikel aus der BIETIGHEIMER ZEITUNG | Südwest Presse Online
CLAUS PFITZER | 13.05.2015
Pokal-Endspiele in Asperg

In den beiden Finals um den Fußball-Bezirkspokal stehen sich an diesem Donnerstag in Asperg bei den Frauen der TSV Münchingen und der VfB Tamm sowie bei den Herren der FV Ingersheim und der SV Hellas 94 Bietigheim gegenüber.
Der FV Ingersheim geht am Donnerstag um 17 Uhr im Pokalwettbewerb des Bezirks Enz/Murr mit einem Vorteil ins Finale gegen den SV Hellas 94 Bietigheim. Die Ingersheimer besiegten erst am Sonntag im Spitzenspiel der Bezirksliga den Finalgegner mit 2:0 und haben jetzt einen Punkt mehr auf dem Konto als der SV Hellas 94. Beide Mannschaften haben gute Chancen auf die Meisterschaft in der Bezirksliga. Einen Teil des Doubles kann eine der beiden Mannschaften mit dem Pokalsieg am Donnerstag schaffen.

Trotz der Turbulenzen im Verein und der unsicheren sportlichen Zukunft nach dem Ausstieg von Manager Klaus Zürn wollen die Ingersheimer die bislang so erfolgreiche Saison bis zum Ende durchziehen. Das könnte durchaus ein Triumphzug werden, denn das Team von Trainer Fritz Schweizer scheint allen Widrigkeiten zum Trotz enger zusammengerückt zu sein. Gestandene Fußballer wie Kapitän Alexander Wagner, José Macias, Patrick Nonnenmann, Kordian Zieba oder Fabio Giunta stehen für Qualität und Stabilität. Hinzu kommt mit Dario Nieswandt ein Torhüter, der auch ein paar Klassen höher spielen könnte.

Zum Aufgebot vom 2:0-Sieg am Sonntag gegen Hellas kommen im Finale noch die Defensivspieler Anton Pelipetz und Davide Cappella hinzu. Der mit 20 Treffern erfolgreichste Ingersheimer Torschütze Angelo Coppola kam nach seiner Verletzungspause schon am Sonntag zu einem knapp halbstündigen Einsatz. Das verbreitert das personelle Angebot für Trainer Fritz Schweizer. „Wir ziehen das durch und wollen es wissen“, gibt sich Schweizer kämpferisch. Er hat seinem Team gegen den SV Hellas 94 einen taktischen Plan mit aufs Feld gegeben, der voll aufging.

„Das Finale ist eine schöne Sache. Gut, dass wir so weit gekommen sind. Wir müssen am Donnerstag aber ein anderes Bild zeigen als in Ingersheim. Auch von der Einstellung her“, meint Hellas-Trainer Gerd Kohler. „Wir hatten die Köpfe unten. Die Niederlage hätte nicht sein müssen. Aber es geht weiter. Wir versuchen dranzubleiben, noch sind es vier Spiele“, sagt Kohler mit Blick auf die Liga. Seine Mannschaft kam gegen Ingersheim kaum einmal zum gefürchteten und meist praktizierten Offensivspiel. In Asperg steht eventuell Benjamin Rehm zumindest als Joker für die bestimmten Momente vor dem gegnerischen Tor wieder zur Verfügung. Am Sonntag musste er wegen eines nicht ganz ausgeheilten Zehenbruchs noch pausieren.

Das Endspiel der Frauen zwischen dem TSV Münchingen und dem VfB Tamm wird am Donnerstag um 14 Uhr in Asperg angepfiffen. Drei Tage später wartet auf den TSV Münchingen in der Regionenliga 2 das nächste „Finale“. Der Tabellenführer muss am drittletzten Spieltag bei seinem direkten Verfolger TSVgg Plattenhardt antreten, der einen Punkt weniger auf dem Konto hat. Auch die Mannschaft von TSV-Trainer Michael Maier kann in Asperg Vorarbeit für ein mögliches Double aus Meisterschaft und Pokalsieg leisten.

Beim Endspielpartner VfB Tamm kam der TSV Münchingen vor ein paar Tagen zu einem 2:2. Das Hinspiel hatte der TSV 4:1 gewonnen. Die Tammerinnen belegen in der Regionenliga Platz vier. Am Sonntag unterlag das Team von Trainer Vincenzo Piano in Plattenhardt mit 1:5.

Zusatzinfo:

Trainer Schweizer hofft auf Rückkehr von Manager Zürn

Hoffnung Der Ingersheimer Trainer Fritz Schweizer gibt mit seiner Mannschaft trotz der Querelen innerhalb des Vereins auf der Zielgeraden der Saison Vollgas und möchte neben dem Pokalsieg auch den Aufstieg schaffen. „Jeder Verein würde sich die Finger nach so einem Mann lecken. Klaus Zürn hat Fußball-Sachverstand, das nötige Netzwerk und die finanziellen Mittel, die er miteinander verknüpft. Wie kann man diesen Mann nur so verärgern“, sagt Schweizer. Er hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Manager Zürn zurückkehrt und die Ingersheimer Fußballer wieder eine Perspektive hätten. Offenbar gibt es zarte Signale in diese Richtung. „Zürn hat erkannt, dass man auf die Jugend setzen muss und hat auch bereits einiges in die Wege geleitet“, weiß Schweizer. Über den vereinsinternen Ärger und die Verwerfungen mit einigen Personen, die zum Rückzug des Managers geführt haben, sagt der FVI-Trainer: „Da geht es nicht um den Verein, sondern um Eigeninteressen. Der Verein würde in die Niederungen abtauchen und in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.“

CP

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