FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Bezirksliga: Ohne Sturm im Aufstiegsrennen

Donnerstag 26. März 2015

Artikel aus der BIETIGHEIMER ZEITUNG | Südwest Presse Online
CLAUS PFITZER | 26.03.2015

Philipp SturmFußball-Bezirksligist FV Ingersheim hat sich mitten im Aufstiegsrennen von den Angreifern Philipp Sturm und Stipe Rodin getrennt. Wegen Disziplinlosigkeiten, wie der FVI mitteilt. Dem widerspricht Sturm.

Für einen Paukenschlag sorgt der Bezirksligist FV Ingersheim mit der sofortigen Trennung von den beiden Spielern Philipp Sturm und Stipe Rodin, die in der laufenden Saison zusammen 24 Tore für den Tabellendritten erzielt haben. Beide standen schon Sonntag beim 6:2 gegen den SV Freudental nicht mehr im Kader.

Mit ein Auslöser für die sofortige Trennung sollen die heftigen Reaktionen der Stürmer im Spiel beim SV Germania Bietigheim am 14. März 2015 gewesen sein, das der FVI mit 1:0 gewonnen hat. Sturm hatte sich über seine Auswechslung in der 79. Minute mächtig aufgeregt, Rodin, weil er nicht zum Einsatz kam.

„Wegen Disziplinlosigkeit trennt sich der FV Ingersheim von Sturm und Rodin. Selbst auf die Gefahr hin, den Aufstieg zu verspielen. So eine Entscheidung ist immer schwierig, weil man ja zusammengekommen ist, um gemeinsam etwas zu erreichen. Aber alle müssen akzeptieren, dass bei uns Disziplin wichtig ist.“, sagt FVI-Manager Klaus Zürn. „Die Mannschaft hat jetzt kein Alibi mehr“, so Zürn. „Sportlich waren wir mit Philipp Sturm zufrieden, er hat Tore geschossen und ist ein guter Spieler für die Bezirks- oder Landesliga. Er hat immer trainiert, aber er hat sein Temperament nicht im Griff und steht sich häufig selbst im Weg. Stipe Rodin war mit seiner Situation unzufrieden, weil er wenig gespielt hat. „, so der FV-Manager.
Winter-Neuzugang Fabio Giunta (18 Saisontore) und Polykarpos Sachinidis, der zu seinen fußballerischen Fähigkeiten im gegnerischen Strafraum mittlerweile auch die taktischen Anforderungen von Trainer Fritz Schweizer verinnerlicht hat, sollen es im Sturm des FVI richten.
Während der achtfache Torschütze Rodin, der zur laufenden Saison vom FSV 08 Bissingen II gekommen war, war es für Sturm das zweite Engagement beim FVI, das im Januar 2014 begann. „Das ist sehr bitter. Ich habe immer alles gegeben für den FV Ingersheim, habe in einem Jahr 29 Tore geschossen und wollte unbedingt mit der Mannschaft aufsteigen.

Ich gehe immer voran und bin ganz sicher nicht disziplinlos. Ich habe mir nichts vorzuwerfen“, sagt Sturm. „Ich habe eine andere Meinung und habe sie auch gesagt. Man sieht, dass einiges falsch läuft und dann wird es auf mich geschoben. Der Trainer bevorzugt halt andere Spieler“, so Sturm.
Mit 16 Siegen und drei Niederlagen liegt der FV Ingersheim im Kampf um die beiden ersten Plätze aussichtsreich im Rennen gegen den TV Pflugfelden und den SV Hellas 94 Bietigheim.

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