FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Bezirksliga: Lokale Presseinformationen

Freitag 24. Oktober 2008

Vaihingen (ev) – Ungefähr vier Tore kassierte Fußball-Bezirksligist VfB Vaihingen bisher durchschnittlich pro Spiel. Am Sonntag trifft der Tabellenletzte nun auf das Team, das bisher die meisten Treffer erzielt hat, auf Tabellenführer Ingersheim.

Was kann sich eine Mannschaft, die in neun Spielen nur zwei Punkte geholt hat, gegen ein Team ausrechnen, das noch keine Partie verloren hat und dazu am meisten Tore erzielt hat? Fragen wir den VfB Vaihingen, der genau in dieser Situation steckt. Vor knapp einer Woche nach der bitteren Niederlage gegen Schwieberdingen lautete die Antwort von Spielleiter Alexander König wie folgt: „Es wäre vermessen, sich nach dieser Leistung auch nur einen Punkt auszurechnen.“

Mittlerweile hat er allerdings wieder ein wenig Hoffnung geschöpft. „Ich hoffe, dass sich die Ingersheimer in dieser Woche im Training zusammengesetzt haben und sich überlegt haben, wie viele Tore sie gegen uns schießen“, so König. Er hofft auf eine lasche Einstellung des Tabellenführers. Klar sei Ingersheim er Favorit in diesem Spiel, „aber warum sollten wir keine Überraschung schaffen? Und wenn wir uns den Punkt ermauern.“ Trotzdem weiß auch der VfB-Spielleiter um die Stärke der Ingersheimer, die sogar einen ehemaligen Oberligaspieler in ihren Reihen haben.

Eine gute Nachricht gibt es im Vorfeld zumindest. Abgesehen von den Langzeitverletzten stehen Trainer Goran Musura alle Spieler zu Verfügung. Nur hinter dem Einsatz von Anastasios Anastasiou (Zerrung) steht ein Fragezeichen.

Der VfB hat in der bisherigen Runde bereits 34 Gegentreffer kassiert. Zum Vergleich: in der Saison, in der Vaihingen in die A-Klasse aufstieg waren es insgesamt nur 19 Treffer und im vergangenen Jahr, als der VfB in der A3 Meister wurde trafen die Konkurrenten in der ganzen Saison nur 37-mal das Vaihinger Gehäuse.

Kein Wunder, dass sich langsam auch wieder mürrische Stimmen zu Wort melden. Manche fordern sogar einen neuen Trainer. Davon will Alexander König nichts wissen. An ihn sei bisher noch auch noch nichts derartiges herangetragen worden. Außerdem fügt der Spielleiter schnell hinzu: „Uns gibt es nur im Doppelpack.“ Das soll heißen, dass wenn Musura geht, geht König mit. „Wir diskutieren über die Situation, haben die Mannschaft gemeinsam zusammengestellt und haben die gleiche Philosophie“, so König. Das heißt, er und Musura wären auch gemeinsam verantwortlich. Zwei Jahre lang lief es positiv, jetzt hat der VfB eine deftige Negativserie hingelegt. „Das sind die Fans nicht mehr gewöhnt“, sagt König. Die schnellste Möglichkeit, um die Diskussionen zu beenden: den ersten Sieg einfahren.

PLEIDELSHEIM, 25. OKTOBER 2008
Verfolgerduell in Pleidelsheim

12. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga
Das Topspiel des 12. Spieltages in der Fußball-Bezirksliga findet morgen in Pleidelsheim statt. Beim GSV ist der Tabellenzweite Kornwestheim zu Gast.
Die letzten fünf Spiele hat der SV Kornwestheim gewonnen, überhaupt erst eine Partie verloren, und die am ersten Spieltag knapp mit 0:1 beim FV Ingersheim. An den Tabellenführer sind die Kornwestheimer bis auf drei Punkte herangekommen. Morgen spielt die Mannschaft von Trainer Martin Deutsch beim GSV Pleidelsheim vor, der etwas an Boden verloren hat und sechs Punkte hinter Kornwestheim auf Rang fünf steht.

Während sich die beiden Verfolger um die Punkte streiten und der neue Tabellendritte Heimerdingen beim immer stärker werdenden FC Marbach eine schwere Auswärtsaufgabe vor sich hat, scheint die Aufgabe der Ingersheimer zumindest von der Tabellenkonstellation einfach: Der Spitzenreiter stellt sich beim Tabellenletzten VfB Vaihingen vor. Bei dem stimmt zwar meist der kämpferische Einsatz, die spielerischen Mittel haben aber noch zu keinem Sieg gereicht. Für Spielkultur sorgen kann morgen wieder der zuletzt gesperrte Ivica Coric. Gut gemacht hat sich der SV Germania Bietigheim, der mit einem Spiel in Rückstand ist. Morgen empfängt die Mannschaft um Spielertrainer Marco Bärschneider den TV Pflugfelden. Erst sechs Punkte geholt haben der SV Freudental und 07 Ludwigsburg II, die sich morgen in Ludwigsburg gegenüberstehen. Trotz guter Ansätze schafft es die junge Mannschaft aus Freudental nicht, die Torchancen zu verwerten. bz

Deutsch lässt keine Ausrede gelten
Der SVK I tritt am Sonntag in Pleidelsheim an.

Der Trainer der ersten Mannschaft, Martin Deutsch, erwartet, dass die Begegnung seines SVK I mit dem GSV Pleidelsheim ein „ganz, ganz hartes Spiel“ wird. Ähnlich jenem der Vorwoche, bei dem der Sieg gegen einen der Titelfavoriten, die Spvgg Renningen, bis zur letzten Minute auf der Kippe stand. Jetzt müssen seine Schützlinge schon wieder gegen einen Aufstiegsaspiranten antreten. Der GSV wird bisher in der Saison den eigenen Ansprüchen allerdings noch nicht gerecht. Entsprechend unter Druck dürften die Pleidelsheimer stehen. „Wenn Tabellenführer Ingersheim wieder gewinnt und der GSV nicht, liegen die Pleidelsheimer bereits zwölf Punkte zurück“, erläutert der SVK-Trainer. Für die Gastgeber zähle also nur ein Sieg. Deutschs Mannschaft kann dagegen locker aufspielen. Momentan liegt sie nach überraschend gutem Einstieg in die Saison auf dem zweiten Platz, gerade mal drei Punkte hinter Ingersheim. Für den SVK ist also nach oben noch alles möglich.
Sorglos geht Deutsch dennoch nicht in die Partie: Einer seiner wichtigsten Spieler wird fehlen. Christopher Sigloch, „unsere Arbeitsbiene“, wie der Trainer ihn nennt, ist privat verhindert. Im Mittelfeld zeichnet sich Sigloch durch seinen Fleiß und Einsatz aus, und für ein Tor ist er auch immer gut, wie er zuletzt gegen Renningen mit dem Führungstreffer zum 1:0 gezeigt hat. Außerdem hat Luca Maurici die Grippe, ebenso dessen Stürmerkollege Ömer Demirhan. Modesto Vazquez-Cirillo fällt voraussichtlich wegen einer Zerrung im Oberschenkel aus.
Als Entschuldigung für ein schlechtes Spiel am Sonntag will Deutsch den Ausfall der Stammspieler aber nicht gelten lassen. Er fordert vollen Einsatz der Ersatzspieler: „Dafür sind wir schließlich eine Mannschaft.“ Los geht es in Pleidelsheim um 15 Uhr.
Birgit Kiefer (StZ)

 

„Das ist ein absolut richtungweisendes Spiel“
FUSSBALL Der angeschlagene GSV Pleidelsheim erwartet in einer Schlüsselbegegnung den Tabellenzweiten SV Kornwestheim
Pleidelsheim. Der GSV Pleidelsheim hat sich vor der Saison deutlich verstärkt. Doch zuletzt gerieten die Aufstiegsambitionen immer weiter aus der Reichweite. Im Verfolgerduell der Fußball-Bezirksliga steht der GSV gegen den SV Kornwestheim nun mit dem Rücken zur Wand.

Von Klaus Teichmann

„Wenn wir nicht gewinnen sollten, werden wir unsere Aufstiegsziele erst einmal zurückstecken müssen“, weiß auch Pleidelsheims Coach Matteo Battista, „am Sonntag haben wir darum ein absolut richtungweisendes Spiel.“ Der GSV-Trainer kann immerhin den internen Konkurrenzkampf wieder neu beleben – 21 Akteure stehen ihm gerade zur Verfügung. „Da können wir uns nicht beschweren“, sagt Battista.
Nach der ersten Saisonphase hat der Pleidelsheimer Trainer nun auch die Möglichkeit, seine Neuzugänge besser einzuschätzen. „Daniel Mayer hat sehr stark bei uns angefangen“, erklärt er, „er ist aber aufgrund von seiner Abendschule stark eingespannt und kann nicht immer trainieren.“ Derzeit fehle dem ehemaligen Landesliga-Kicker vom FV Löchgau darum oftmals einfach der notwendige Spielrhythmus.

Bei Marcel Autenrieth sieht das bereits etwas anders aus. „Er hatte auch einen kleinen Durchhänger gehabt“, sagt Matteo Battista über den 23-Jährigen, „er ist jedoch mit Sicherheit schon jetzt eine absolute Verstärkung für unsere Mannschaft.“ Der Coach schätzt bei seinem zentralen Mittelfeldakteur besonders dessen hervorragende Zweikampfstärke – Matteo Battista setzte Marcel Autenrieth bis dato als Staubsauger für den torgefährlicheren Marc Wörle ein. Autenrieth, der ebenfalls vor der Saison aus Löchgau kam, agiert als zweiter Zehner beim GSV oder als Defensivspezialist vor der Viererkette. „Marcel Autenrieth ist beidfüßig und arbeitet unglaublich viel nach hinten“, unterstreicht Battista seine Qualitäten, „er passt sportlich und auch menschlich perfekt zu uns – er ist ein ruhiger Zeitgenosse, der aber auch für jeden Spaß zu haben ist.“ Im bisherigen Meisterschaftsbetrieb spielte Marcel Autenrieth auf Anhieb in fast allen Begegnungen über 90 Minuten durch.

Gegen den Tabellenzweiten vom SV Kornwestheim müssen die Pleidelsheimer in ihrem Schicksalsspiel nun lediglich noch auf die Langzeitverletzten Gerald Fuchs, Florian Schuster, Marcin Cajnog und Amedeo Fabi verzichten. Matteo Battista nutzt die gute Personalsituation, um wieder sein 4:5:1-System zu praktizieren – mit Axel Bröckel wird erneut nur eine nominelle Sturmspitze auf dem Spielfeld sein.

Vor dem Spitzenteam aus Kornwestheim ist ihm auch nach der GSV-Schwächephase der vergangenen Wochen überhaupt nicht bange: „In den drei vergangenen Spielen haben wir für eine Mannschaft mit unseren Ansprüchen absolut zu wenig gezeigt – die Kornwestheimer kommen jetzt gerade recht, da weiß jeder, um was es jetzt geht.“ Als Coach müsse er sich so erst gar nicht als Motivationskünstler aufschwingen, alle könnten immerhin die Tabelle lesen. Die Anhänger in Pleidelsheim können sich also auf ein echtes Schlagerspiel ihrer Mannschaft freuen – nur, wenn der GSV die Partie auch gewinnt, könnte es noch weitere geben.