FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Bezirksliga: FVI gewinnt 1:0 unterm Viadukt

Montag 16. März 2015

Artikel aus der BIETIGHEIMER ZEITUNG | Südwest Presse Online
LUKAS ROBERT | 16.03.2015 

Zieba entscheidet das Derby

Spiel unterm Viadukt 01Die Bezirksliga-Fußballer des SV Germania Bietigheim unterlagen dem FV Ingersheim mit 0:1. In einem engen Spiel agierten die Germanen von Trainer Matthias Schmid nicht zwingend genug, um das Topteam des FVI ernsthaft zu gefährden.Der SV Germania Bietigheim hat das Bezirksliga-Lokalduell gegen den FV Ingersheim knapp mit 0:1 verloren. Vor 200 Zuschauern spielten die Spieler aus dem Ellental den entscheidenden Pass nicht konsequent genug, um der Effektivität des FVI etwas entgegenzusetzen. „Das Spiel war bis zum Ende offen, aber die Ingersheimer stehen dann einfach besser. Die schaffen es eben auch mal über 90 Minuten, die Null zu halten“, zeigte sich Germanen-Trainer Matthias Schmid nach der Partie ernüchtert. Er sei zwar im Vergleich zu vergangener Woche deutlich zufriedener mit der Leistung seiner Elf, die Durchschlagskraft vor dem Tor habe aber gefehlt.

Von Beginn an sahen die Zuschauer im Ellental eine intensiv geführte Partie. In der Anfangsviertelstunde versuchten beide Teams durch zahlreiche Schüsse den frühen Führungstreffer zu erzwingen. Doch die Torchancen von Patrick Kraut auf Bietigheimer Seite oder durch Angelo Coppola und Kordian Zieba auf Seiten der Gäste fanden nicht den gewünschten Erfolg. Ab Spielminute 15 erhöhte Germania Bietigheim dann den Druck und erspielte sich ein leichtes Übergewicht. Jedoch fehlte auch in den folgenden Aktionen die Zielstrebigkeit. Gerade Kraut hatte einige Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. Der FV Ingersheim versuchte seinerseits mit langen Bällen die Verteidigung der Gastgeber zu überlisten, brachte aber entweder die langen Bälle nicht zum Mitspieler, oder die Bietigheimer blockten mögliche Torschüsse rechtzeitig ab.

Nach gut einer halben Stunde befreiten sich die Gäste dann komplett vom Druck der Germanen und setzten ihrerseits offensive Akzente. Nachdem Jens Krüger die Flanke von Angelo Coppola verpasst hatte, setzten die Ingersheimer den daraus resultierenden freistehenden Kopfball jedoch nur auf die Oberkante der Latte (28.). Zwei Minuten später rettete Krüger dann entscheidend. Der durchgebrochene Fabio Giunta versuchte sein Glück, scheiterte aber am sehr gut parierenden Schlussmann der Gastgeber. Bereits 60 Sekunden später sah sich Krüger dem nächsten Angriff der Gäste entgegen. Die abermals überlistete Abwehrreihe der Germanen ließ Coppola ziehen, dieser verzog allerdings den Außenristschlenzer aufs lange Eck. Die Bietigheimer hatten durch einen Fernschuss von Max Fellmeth ebenfalls die Chance zur Führung. In der 44. Minute musste Bietigheims Coach Schmid das erste Mal wechseln: Tobias Krüger verletzte sich in einem Zweikampf am Fuß und musste vom Platz.

Auch nach der Pause setzten die Gastgeber weiter nach und kamen gleich zu einer weiteren Torchance. Fellmeth schoss einen Freistoß gezielt über die Mauer. Doch Gäste-Keeper Tom Reichert war auf dem Posten und parierte den Schuss aufs kurze Eck. Nur sechs Minuten später zeigte sich dann jedoch die Kaltschnäuzigkeit des Spitzenteams aus Ingersheim. Nach einem tollen Anspiel von Philipp Sturm, schloss der frühere Bietigheimer Zieba gezielt zum 0:1 ab (63.).

Spätestens ab dem Gegentreffer übernahmen die Germanen dann komplett die Oberhand. Die Gastgeber versuchten durch zahlreiche Schüsse, den Ausgleich zu erzwingen – jedoch ohne Erfolg. Der ins Spiel gekommene Marino Tricarico hatte dabei noch eine der besseren Möglichkeiten. Kurz nach seiner Einwechslung drosch er das Leder Volley über den Querbalken. Doch auch in der letzten halben Stunde änderte sich am Spielstand nichts mehr. Die Gäste, die trotz einer Notbremse von Patrick Nonnenmann an Germanen-Kapitän Norman Röcker zunächst weiter zu elft spielen durften, ließen keine großen Torchancen mehr zu. Später sah Nonnenmann aber noch Gelb-Rot. Die Versuche der Bietigheimer, noch den Ausgleich zu erzielen, blieben wirkungslos.

„Mit ein, zwei Spielern mehr geht das Spiel vielleicht anders aus“, kommentierte Schmid nach der Partie die vermeintlichen Fehlentscheidungen des Unparteiischen. Sein Ingersheimer Gegenüber Fritz Schweizer beurteilte die Situation dagegen gänzlich anders: „Das Spiel war hektisch, und der junge Schiedsrichter pfiff ja heute unter den Augen eines Beobachters. Das eine oder andere ist vielleicht unglücklich, aber eine eklatante Fehlentscheidung sehe ich da nicht.“

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