FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Bezirksliga Enz/Murr: FVI – SV Freudental 5:0 (2:0)

Sonntag 14. September 2008

Deutlich gewonnen, ohne Gegentreffer geblieben und die Tabellenführung gefestigt. Kein Wunder, dass es im Ingersheimer Lager nach der Partie nur zufriedene Gesichter gab. Auch bei Trainer Koch. Der bescheinigte seiner ersatzgeschwächt angetretenen Mannschaft vor allem im taktischen Bereich eine sehr gute Leistung, sah sie aber auch noch nicht bei 100% angekommen. Die Gäste hatten ihren Buhmann in Schiedsrichter Piepke gefunden. Der lag nach Meinung der Gäste bei seinen Freistoßpfiffen vor den Treffern zwei, drei und vier falsch. Und auch sonst fühlten sich die Freudentaler bei zahlreichen Entscheidungen des Unparteiischen benachteiligt.

FVI: Bürkle, Giunta (ab 82. Minute Demi), Schunger, Seyhan, Macias, Eggert (ab 69. Min. Dürl), Rothkopf, Aytug (ab 77. Min. Schweisser), Völlm, Schick, Uckan.

SV Freudental: Lotze, Spahn (ab 69. Min. Etzel), Schoch (ab 74. Min. Lederer), Schwarz, Bihary, Wittendorfer, Arnold, Tripoli, Kubacki, Mingolla, Pelz (ab 69. Min. Cannizzo)

Schiedsrichter: Adam Piepke (Öhringen)

Die Ingersheimer machten dort weiter, wo sie in Schwieberdingen aufgehört hatten. Mit schnellem, direktem und vor allem variablem Spiel drängten sie die Freudentaler von Anpfiff an in deren Hälfte. Und wie vor Wochenfrist gelang dem Tabellenführer auch diesmal ein frühes Tor. Seyhan schob den Ball in der 5. Minute nach Vorarbeit von Schick unbedrängt ins leere Tor. Vorausgegangen war allerdings ein Zuckerpass von Macias auf Vorbereiter Schick, den in dieser Klasse wohl nur Wenige spielen können. Mit diesem Führungstreffer im Rücken agierten die Ingersheimer noch souveräner. Sie gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe und ließen den Gegner so überhaupt nicht zu Entfaltung kommen. Einziger Kritikpunkt war, dass aus dieser Überlegenheit keine weiteren Treffer resultierten. Ein Lattenknaller des ansonsten unauffällig agierenden Giunta blieb die einzige klare Möglichkeit in Durchgang eins. Die Gäste ihrerseits hatten eigentlich nur eine nennenswerte Chance zu verzeichnen. Nach einem eklatanten Fehlpass von Eggert stand Arnold plötzlich allein vor Bürkle, setzte den Ball aber knapp am Gehäuse vorbei. In der 42. Minute zirkelte Schick einen der aus Freudentaler Sicht umstrittenen Freistöße am verdutzten Lotze vorbei in die Maschen. 6 Minuten nach dem Wechsel die nächste heiß diskutierte Schiedsrichterentscheidung. Zunächst die Frage Foul oder nicht Foul, dann die Frage Hand oder nicht Hand. Denn nach dem Freistoß von Schick sah Schiedsrichter Piepke ein Handspiel von Bihary und entschied konsequenter Weise auf Strafstoß. Den verwandelte Schick sicher zum 3:0. Endgültig entschieden war die einseitige Partie, in der Trainer Koch „einen Klassenunterschied“ ausmachte, in der 64. Minute. Nach feiner Vorarbeit von Aytug, der die gesamte Freudentaler Hintermannschaft ausgetanzt hatte, brauchte Seyhan den Ball nur noch ins leere Tor zu schieben. Den Schlusspunkt setzte dann der Ingersheimer Kapitän persönlich. Zunächst gewann er einen Zweikampf gegen seinen Freudentaler Amtskollegen Kubacki und dann hämmerte Aytug den Ball aus 23m Entfernung unhaltbar für Lotze ins Netz. In der Schlussphase schalteten die Gastgeber einen Gang zurück und so kamen die Freudentaler noch zu zwei, drei Schussmöglichkeiten. Die waren aber zu harmlos, um den guten Bürkle vor ernsthafte Probleme zu stellen.