FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Bezirksliga-Derby: SV Germania Bietigheim – FV Ingersheim

Donnerstag 13. März 2014

Artikel aus der BIETIGHEIMER ZEITUNG | Südwest Presse Online
MICHAEL BOSCH | 17.03.2014
SV Germania Bietigheim_FVIGermania kassiert nächste Klatsche

Fußball-Bezirksligist Germania Bietigheim startete katastrophal in die zweite Saisonhälfte und verlor auch das zweite Spiel der Rückserie. Dem 1:6 von Merklingen folgte am Sonntag eine 3:5-Niederlage gegen den FV Ingersheim.

Wiedergutmachung hatte Germania-Trainer Matthias Schmid nach der herben 1:6-Klatsche in Merklingen als Ziel für das Spiel gegen den Nachbarn FV Ingersheim ausgegeben. Doch daraus wurde nichts. Schmid konnte für den Ausgang der Partie allerdings am wenigsten, da er krankheitsbedingt das Bett hüten musste. Immerhin: Dadurch blieb ihm die nächste Niederlage seiner Mannschaft erspart.

Seine Truppe kam im heimischen Ellental wieder böse unter die Räder und kassierte nur ein Tor weniger als in der Vorwoche. Damit sind die Ambitionen der Germania, noch einmal oben anzugreifen erst einmal verpufft. „Wir müssen wieder in die Spur kommen und auf uns schauen“, sagte Co-Trainer Alexander Schmid, der seinen erkrankten Bruder auf der Bietigheimer Bank vertrat. Schmid sah in der ersten Halbzeit eine durchaus passable Leistung seiner Mannschaft. Die Germania war gut im Spiel: Das erste Tor der Partie durch Ingersheims Linksverteidiger Davide Cappella (25.) beantwortete Norman Röcker nach einer halben Stunde mit einem Doppelpack.

Bei seinem ersten Treffer wurde der Stürmer sechs Meter vor dem Ingersheimer Tor von der Verteidigung der Gäste sträflich frei gelassen und konnte die Flanke von Marc Seifert unbedrängt per Kopf verwerten. Nur eine Minute später folgte Röckers nächster Streich. Eine scheinbar harmlose Hereingabe beförderte ein Ingersheimer Verteidiger in Richtung eigenes Tor. Röcker reagierte am schnellsten und schoss sein Team in Führung. Die hielt allerdings nicht bis zur Pause.

Mit dem Halbzeitpfiff spielte Angelo Coppola, der bereits die Vorarbeit zum ersten Ingersheimer Tor besorgte, auf Philipp Sturm, der Tobias Linder im Germania-Kasten überlistete. „Nach dem doofen Tor kurz vor der Halbzeit haben wir dann den Faden komplett verloren“, kommentierte Germanias Co-Trainer Schmid die zweite Halbzeit. Sein Team bekam nach der Pause überhaupt keinen Zugriff mehr auf das Spiel. Die fehlende Bietigheimer Aggressivität und das Zweikampfverhalten in der eigenen Hälfte bauten die Ingersheimer immer mehr auf. Eine Viertelstunde nach dem Wiederanpfiff schnürte Philipp Sturm, wie zuvor Norman Röcker auf Bietigheimer Seite, einen Doppelpack.

Das Tor spielte der FVI über seine starke linke Angriffsseite heraus. Nach der Hereingabe von Cappella fand Sturm im rechten Torpfosten einen Freund. Von dort aus prallte der Ball zur erneuten Führung für die Gäste ins Tor. Fünf Minuten später markierte dann auch Cappella seinen zweiten Treffer des Nachmittags. Nur einmal ließen sich die Gäste noch überrumpeln.

Beim dritten Bietigheimer Tor durch den eingewechselten Achim Früh, war die FV-Abwehr bei einem Freistoß viel zu weit aufgerückt. Den erneuten Anschlusstreffer der Germania beantworteten die Ingersheimer mit ihrem fünften Tor. Beim Schuss von Coppola von der Strafraumgrenze fühlte sich kein Bietigheimer für den Linksaußen verantwortlich. Erkan Olgun fälschte den Schuss noch unglücklich ins eigene Tor ab. „Klar sieht die Abwehr schlecht aus, aber das ist ein ganzheitliches Problem“, kommentierte Schmid die vielen Gegentreffer seines Teams.

Der Ingersheimer Trainer Fritz Schweizer war indes zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, vor allem in der Offensive. „Man hat gesehen, dass wir spielerisch deutlich überlegen waren“, sagte Schweizer, „die Gegentore waren nachlässig.“ Mit dem Dreier hält der FV Anschluss an die Spitze. Die Germania hingegen versinkt im Niemandsland der Tabelle. „Nach vorne, da ist der Zug momentan abgefahren“, sagt Schmid. Am kommenden Sonntag geht es für den FV Ingersheim mit dem Heimspiel gegen den SKV Eglosheim weiter. Der SV Germania ist auf der anderen Neckarseite beim GSV Pleidelsheim zu Gast, der nach zwei Nullnummern in diesem Jahr dringend einen Sieg benötigt im Kampf um die Meisterschaft.

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