FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Bezirksliga: Das schreibt die SV Germania Bietigheim

Mittwoch 10. September 2014

FVI_SV Germania Bietigheim_DerbySieg
Hier der Bericht von der Internetseite der Germanen

und

ein Kommentar von unserer Seite

 

4. Spieltag – FV Ingersheim – SV Germania 3:2 (0:2) am 07.09.2014

NEWS/07.09.2014 – Am Ende waren es läppische 3 Minuten die das Spiel entscheideten. Der SV Germania hat nun am eigenen Leib gespürt wie sich der FC Bayern 1999 in Barcelona gegen Manchester United gefühlt haben muss. Binnen 3 Minuten gab man einen sicher geglaubten Sieg unnötig, unglücklich und überflüssig aus der Hand. Aber wieder einmal mehr gilt die Floskel „so grausam kann der Fussball sein“ und selten traf der Satz so zu wie heute. Die Germanen waren über 90 Minuten gesehen die bessere Mannschaft gewesen, verteidigten gut und hatten immer wieder gute Möglichkeiten. Zunächst aber kam der Gastgeber in der 3. Minute zu seiner ersten Chance, die Mikosch aber gut parieren konnte. Direkt im Anschluss konnte sich aber Tobias Krüger über rechts glänzend durchsetzen und auf Röcker zurücklegen, der Goalgetter liess sich nicht lang bitten und beendete seine kleine Durststrecke mit seinem ersten Saisontreffer in der 4. Minute. Mit dem Schock des Rückstands verlierte das Ingersheimer Spiel an Fahrt und die Germanen spielten mit breiter Brust auf und wurden immer sicherer. Gut organisiert und zweikampfstark liessen die Gäste bis auf einen weiteren Schuss in der 9. Minute von Sturm nichts mehr zu. Stattdessen wurde erneut Röcker in der 20. Minute von Torhüter Nieswandt im Ringerstil zu Boden gerissen – Elfmeter. Haiber beendete das 11m Trauma und verwandelte sicher zur 0:2 Führung. Ingersheim war nun völlig verunsichert und brachte keinen Angriff mehr vor das Tor der Germanen. Die Gäste aber waren immer wieder erneut gefährlich, einen schönen Konter über Felger schloss Röcker mit einem Schuss neben das Tor ab (28.) und erneut Röcker war es in der 35. Minute der Nieswandt mit einem satten Distanzschuss prüfte. Kurz vor der Pause kam dann doch noch ein Lebenszeichen der Gastgeber, eine Flanke von Tampete konnte Mikosch vor dem einschussbereiten Sturm klären.

Nach dem Wechsel unterlief Mikosch einen Eckball der auf dem Kopf von Kniller landete, dieser konnte aber den Ball nicht drücken, so dass der Ball auf dem Tor landete (47.). Nur eine Minute später hatte dann wieder Röcker die Antwort parat als er einen langen Haiber Pass im Strafraum annahm, Pelipetz aussteigen liess und den Ball aus 8m übers Tor nagelte. In Folge zogen sich die Germanen weit zurück und verwalteten die Führung, liessen aber nun die letzte Konsequenz, die sie in Hälfte eins noch zeigten, vermissen. Dem Gastgeber fehlte es aber an Qualität und an den Mitteln sich gegen die gut organisierte Abwehr Chancen zu erspielen. Einzig durch Standards war der FVI immer wieder gefährlich, so auch in der 51. Minute, als ein Macias Freistoss knapp am langen Pfosten vorbeistrich. In der 65.Minute war es dann ein erneuter Freistoss, der nicht geklärt werden konnte und den Kniller im 2. Versuch über die Linie drückte. Jetzt konnte man meinen die Aufholjagd würde beginnen, doch weit gefehlt, die Germanen schalteten wieder einen Gang hoch und verteidigten die Gastgeber aggressiv gegen den Ball. Aus dieser Spielweise heraus erkämpften sich die Germanen sogar noch weitere hochkarätige Chancen die Schockenhoff (78.) und Haiber (81. Pfostenschuss) aber vergaben. Die Truppe von Kapitän Haiber hatte alles im Griff und man merkte den Ingersheimern an, dass sie zusehends den Glauben verloren das Spiel noch drehen zu können. Seit der 65. Minute, seit dem Anschlusstreffer konnte der FVI keine weitere Chance mehr kreiren, doch dann kam die 87. Minute. Ein weiterer Freistoss aus dem Halbfeld heraus fand Philipp Sturm am 2. Pfosten, dieser bekam jedoch kaum Druck hinter den Ball und brachte den Kopfstoss gerade so aufs lange Eck, Mikosch versuchte den Ball zu fassen, doch irgendwie glitt ihm der Ball durch die Hände ins Tor zum 2:2 Ausgleich, unglaublich bitter. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, erst hatte Ingersheim nach einer weiteren Ecke noch eine Einschussmöglichkeit, die Mikosch glänzend parierte und danach hatten die Germanen noch die Möglichkeit das Spiel zu entscheiden. Ein Konter in der 5. Minute der Nachspielzeit, der in Überzahl geführt wurde, endete in einem unnötigen Fehlpass den der FVI seinerseits zu einem Konter zu nutzen wusste und letztlich zum 3:2 Siegtreffer durch Coppola führte.

Ein Leckerbissen für die Zuschauer, die ein packendes Derby mit einem dramatischen Ende sahen, dass spannender nicht sein hätte können. Bitter nur für die Germanen, die am Ende des Tages für ihren hohen Aufwand nicht belohnt wurden und nun wieder mit leeren Händen dastehen, nur dieses mal im Gegensatz zu letzter Woche hatten sie sich diese Niederlage nicht verdient.

der SV Germania spielte mit –

Mikosch – Schockenhoff (86. G.Olgun), E.Olgun, Hirsch, Boch (90. Klingler) – Felger, Haiber, Celiktas, T.Krüger, Saygi (46. Torres) – Röcker

Kommentar des FV Ingersheim:

Sehr geehrter Verfasser der Spielberichte der SV Germania Bietigheim,

bezüglich Deines Berichtes vom Sonntag, FV Ingersheim – Germania Bietigheim, Endstand 3:2, möchten wir folgendes anmerken:

Auf den Inhalt Deines Spielberichtes wollen wir gar nicht eingehen, obwohl dieses aufgrund zahlreicher Wahrnehmungsfehler sicherlich ebenso angebracht wäre. Wir finden es schon ziemlich anmaßend, wenn Du in Deiner Überschrift für den FV Ingersheim sprichst, unter anderem mit dem Zitat „der Gastgeber gewinnt und weiß nicht warum“.

Wir wollen Dir einige Punkte nennen, warum wir trotz durchwachsener spielerischer Leistung am Ende gewonnen haben:

  • Die 2. Halbzeit dieses Krimis ging mit sage und schreibe 3:0 an den FVI.  Ab der 60. Minute waren Deine Spieler doch ziemlich müde, was sich auch im unkonzentrierten Verteidigen unseres Standards bemerkbar machte.
  • Wir haben das Spiel nie aufgegeben und bis zur 95. Minute an den Sieg geglaubt, bekanntlich kann Wille Berge versetzen.
  • Wir haben im Gegensatz zur Germania den letzten Konter präzise ausgespielt und eiskalt abgeschossen.
  • Vielleicht überlegt Ihr mal, warum der Schiedsrichter 5 Minuten nachspielen ließ. Dies war die Zeit, die Euer Spieler Torres brauchte, um nach jeder minimalen Berührung und anschließender Behandlung vom Spielfeldrand wieder ins Spielgeschehen einzugreifen.

Bei etwas weniger Theatralik wären es vielleicht nur 3 Minuten gewesen!  All dies in der Gesamtheit führte noch zur unerwarteten Wendung dieses Spiels. Zufälle alleine haben noch nie ein Spiel entschieden!

Im Übrigen konnten wir mit Deinen durchaus sympathischen Spielern nach Spielschluss mitfühlen und glauben, wenn Ihr Leistungen wie in den ersten 60 Minuten über ein komplettes Spiel durchhaltet, noch eine erfolgreiche Saison spielen werdet!

Mit sportlichen Grüßen aus dem Fischerwörth

Hier der Link  » zum original Bericht der SV Germania Bietigheim