FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

4:2 – Ingersheim II stürmt in die Kreisliga A

Mittwoch 25. Juni 2014

Artikel aus der BIETIGHEIMER ZEITUNG | Südwest Presse Online
ANDREAS EBERLE | 23.06.2014
Mit einem 4:2-Sieg gegen den SGV Freiberg II ist der FV Ingersheim II in die Fußball-Kreisliga A 1 aufgestiegen.
Spiel Markus Lemmle_Michael KichererIm entscheidenden Relegationsspiel in Murr nutzte die Fischerwörth-Elf ihre Chancen besser.
Die Fußballer des FV Ingersheim II spielen in der Saison 20134/ 2015 in der Kreisliga A 1.
Mit einem überzeugenden 4:2-Erfolg gegen den Nachbarn SGV Freiberg II krönte das Team aus dem Fischerwörth eine starke Saison mit dem Aufstieg. Ingersheim hatte bereits in der ersten Relegationsrunde seine Aufstiegsambitionen unterstrichen und Dersim Ludwigsburg aus der Staffel B 1 souverän mit 7:0 ausgeschaltet.

Die Oberliga-Reserve vom Wasen, die als Viertletzter der A 1 ins Entscheidungsspiel musste, verlor dagegen ihren Platz in der bisherigen Spielklasse und kickt künftig nur noch in der Kreisliga B.

„Wir haben diszipliniert gespielt, auch wenn es hinten ab und zu mal geklemmt hat“, sagte FVI-Trainer Gerhard Bierent nach dem Triumph seiner Truppe. Geknickt war dagegen sein Freiberger Gegenüber Marius Huptas. „Wir wussten, dass der Gegner eine harte Nuss ist. Ingersheim war die aktivere und die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen“, gab der frühere Oberliga-Spieler zu.
Zuschauer RelegationVor den 250 Zuschauern auf dem Murrer Sportplatz nutzten die Bierent-Schützlinge gleich die erste Chance zur Führung: Nach Vorarbeit von Theodoros Alexandridis überraschte Markus Lemmle den Freiberger Keeper Dominik Ferdek mit einem Schuss ins kurze Eck (12.). Der SGV gab in der 24. Minute die Antwort: Ivan Mikulic setzte sich nach einem langen Ball gegen Ingersheims Kapitän Christoph Kicherer durch und vollstreckte ins lange Eck zum 1:1.

Ein Doppelschlag bescherte der Elf aus dem Fischerwörth eine 3:1-Pausenführung. Als die Freiberger Abwehr den Ball nach Björn Rothkopfs Freistoß nur unzulänglich klären konnte, jagte Bernd Götz den Abpralller aus 18 Metern in den Torwinkel (36.). Tor 2_1 Michael Kicherer60 Sekunden später profitierte Michael Kicherer von Rothkopfs feinem Steilpass und ließ Ferdek keine Abwehrchance (37.).(siehe Foto)

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Begegnung. Der SGV, der mit sechs A-Junioren angetreten war, tat sich weiterhin schwer mit den aufmüpfigen und frech aufspielenden Ingersheimern. Der 2:3- Anschlusstreffer durch Mikulic, der nach einem Pressschlag mit Christoph Kicherer freie Bahn hatte und eiskalt verwandelte, brachte Freiberg II schließlich wieder in die Partie zurück (58.). Fast hätte Mikulic wenig später gar noch seinen dritten Treffer erzielt. Der Stürmer durfte den Ball im gegnerischen Strafraum ungestört annehmen, knallte ihn dann aber ans Außennetz.

Den endgültigen K.o. verpasste der FVI dem Nachbarn in der 73. Minute: Der kurz zuvor eingewechselte Kleonikos-Klevis Priftis spazierte durch die komplette Freiberger Hintermannschaft und jagte den Ball zum 4:2 ins lange Eck – eine wahre Energieleistung.
Nun resignierten die Wasen-Kicker, und der FVI hatte mehrmals die Gelegenheit, das Ergebnis noch höher zu schrauben. Der von Lemmle mustergültig freigespielte Lauritz Lindig schoss allerdings, allein vor Ferdek stehend, vorbei. Thomas Rall scheiterte in der vorletzten Minute gar mit einem Foulelfmeter an Ferdek. Zuvor hatte der SGV-Schlussmann Lemmle zu Fall gebracht. Wenig später war Schluss, und die Ingersheimer feierten mit ihren Fans lautstark den Sprung nach oben.

Trainer Gerhard Bierent„Der Aufstieg ist ein tolles Erlebnis für die Mannschaft“, sagte Bierent und richtete bereits einen Blick auf die nächste Saison: „Das Potenzial für die Kreisliga A ist da, auch wenn vielleicht noch die eine oder andere Verstärkung nötig ist. Wir gehen zuversichtlich in die neue Runde.“ SGV-Trainer Huptas redete sich derweil den Frust von der Seele und beklagte die mangelnde Unterstützung durch den Verein sowie ein fehlendes Konzept für das U-23- Team. „Es ist beschämend: Die erste Mannschaft spielt in der Oberliga, und die zweite Mannschaft schafft es nicht, die Kreisliga A zu halten“, stellte der 39-Jährige fest. „Diese Niederlage spiegelt die ganze Saison wider.“ In der Vorrunde sei noch ein geregelter Trainingsbetrieb möglich gewesen. Doch nach der Winterpause konnte Huptas oft nur einige wenige Spieler zu den Übungseinheiten begrüßen, nachdem mehrere Kicker das Team verlassen hatten. Die Quittung war nun der bittere Freiberger Abstieg aus der Kreisliga A.

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