FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

0:7-Debakel für den FVI

Sonntag 11. November 2012

SKV Rutesheim – FV Ingersheim 7:0 (2:0)

Steffen Hertenstein gelingt beim Rutesheimer Schützenfest ein Hattrick
Der FV Ingersheim hat seine Talfahrt in der Fußball-Landesliga fortgesetzt. Trotz eines guten Beginns kassierte die Fischerwörth-Elf gestern Abend im Flutlicht-Spiel bei der SKV Rutesheim eine bittere 0:7-Klatsche.
Enttäuscht und mit hängenden Köpfen verlassen die Landesliga-Fußballer des FV Ingersheim das Feld. Die gestrige 0:7-Klatsche in Rutesheim hat Spuren hinterlassen. Emanuele Di Natale (links) sah obendrein noch Gelb-Rot.
Foto: Andreas Gorr

Eine Überraschung gab es bereits vor dem Landesliga-Duell zwischen der SKV Rutesheim und dem FV Ingersheim: Der Name Tobias Staiger tauchte wider Erwarten auf dem Spielberichtsbogen auf, obwohl der Ingersheimer Stammkeeper an einer Schulterverletzung laboriert, demnächst operiert wird und dann fünf Monate ausfällt. „Er wollte der Mannschaft helfen“, klärte FVI-Manager Klaus Zürn auf.

Im Nachhinein hätte Staiger wohl lieber auf seinen aufopfernden Einsatz verzichtet, denn das gestrige Spiel wurde für ihn und die anderen Ingersheimer Fußballer eine ganz bittere Angelegenheit. Die Elf aus dem Fischerwörth unterlag am Ende sang- und klanglos mit 0:7 und blieb somit zum fünften Mal in Folge ohne Sieg. Trainer Michael Mieck, Manager Zürn und Klubchef Kurt Frömmrich waren nach dem Debakel zu keinem Kommentar bereit. „Ich muss die Niederlage erst einmal sacken lassen“, bat Mieck um Verständnis.

Schon bis zur Pause hatten sich die zunächst keinesweg überzeugenden Rutesheimer als wahre Meister in Sachen Effektivität gezeigt. Auf den ersten der sieben Treffer mussten die 120 Zuschauer gestern Abend eine Viertelstunde lang warten. Dann zog der Ex-Freiberger Marcel Schreiber nach einer kurz ausgeführten Ecke in der Nähe des linken Strafraumecks ab, und der Ball segelte zum 1:0 in den rechten Torwinkel. Anton Pelipetz, der auf der Torlinie stand, konnte den Einschlag nicht mehr verhindern. In der 37. Minute erhöhte Christopher Baake auf 2:0. Zuvor hatte Steffen Hertenstein den Pfosten getroffen und die Ingersheimer Abwehr den Ball nicht weggebracht.

Was immer sich die Gäste für die zweite Hälfte auch vorgenommen hatten – bereits sieben Minuten nach Wiederanpfiff war alles wieder Makulatur. Mit einem Doppelschlag innerhalb von fünf Minuten entschied die SKV das Duell vorzeitig für sich. Zunächst narrte Hertenstein zwei Ingersheimer Abwehrspieler an der Strafraumgrenze und schoss den Ball flach zum 3:0 ins Eck (47.). Dann staubte der überragende Stürmer der Hausherren zum 4:0 ab, nachdem FVI-Schlussmann Staiger einen Schuss von Stamatis Sideris nur abgeklatscht hatte (52.). In der 70. Minute machte Hertenstein schließlich mit einem weiteren Tor seinen Hattrick perfekt.

Nach zwei Gelb-Roten Karten für Emanuele Di Natale und Kapitän Alexander Wagner gelang Baake in doppelter Rutesheimer Überzahl der sechste Streich gegen die nun resignierende Ingersheimer Rumpfelf (77.). Den Schlusspunkt zum 7:0 setzte der eingewechselte Uwe Eberhard in der Nachspielzeit mit einer Direktabnahme.

Ironie des Fußballer-Schicksals: Die ohne ihren verletzten Stoßstürmer Suad Rahmanovic angetretenen Gäste waren in der ersten halben Stunde noch die tonangebende Mannschaft gewesen, hatten mehr Ballbesitz gehabt und sich einige gute Tormöglichkeiten erarbeitet. Doch wie so oft fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz und das letzte Quäntchen Glück.

Symptomatisch für die Ingersheimer Sturmschwäche waren die beiden Riesenchancen des eingewechselten Martin Frey innerhalb von 60 Sekunden: Erst traf er nach einer Hereingabe von Patrick Pace nur die Latte, dann scheiterte Frey im Eins-gegen-eins-Duell mit SKV-Torhüter Michael Grauer (63.).
Redaktion: ANDREAS EBERLE