FV Ingersheim

Der Fußballverein im schönen Neckartal

Lokalrivalen geizen mit Toren

Montag 5. März 2012

Landesliga-Derby zwischen dem FV Ingersheim und dem FV Löchgau endet 0:0

Packende Zweikämpfe, aber keine Treffer: Hier streiten sich der Ingersheimer Kapitän Sebastian Rief (vorne) und der Löchgauer Salvatore Langella um den Ball. Foto: AvantiEine Nullnummer zum Wiederbeginn: Der FV Ingersheim und der FV Löchgau haben sich gestern in der Fußball-Landesliga 0:0 getrennt. Bei der Fischerwörth-Elf standen gleich vier Neuzugänge in der Startelf.
Packende Zweikämpfe, aber keine Treffer: Hier streiten sich der Ingersheimer Kapitän Sebastian Rief (vorne) und der Löchgauer Salvatore Langella um den Ball.
Foto: Avanti
Auf dem holprigen Rasenplatz im Sportzentrum Fischerwörth zeigten die beiden Tabellennachbarn aus Ingersheim und Löchgau zum Wiederauftakt eine umkämpfte Partie, ohne die 300 Zuschauer mit fußballerischen Höhepunkten zu verwöhnen. Im Gegensatz zum Ingersheimer 4:2-Sieg beim FVL in der Vorrunde gab es bei der Neuauflage des Derbys deutlich weniger Torszenen zu bestaunen – das Verdienst der beiden starken Abwehrblöcke, die jeweils kompakt standen und die gegnerischen Offensivekräfte weitgehend lahmlegten.
Die Anfangsphase gehörte klar den Löchgauern. Sie tauchten in den ersten acht Minuten gleich zweimal gefährlich vor dem FVI-Gehäuse auf. Zunächst traf der stark aufspielende Flügelflitzer Alexander Götz aus spitzem Winkel mit einem Heber nur das Außennetz. Dann setzte Manuel Sanchez einen Flachschuss aus 16 Metern ganz knapp am Tor vorbei. Die beste Chance im ersten Durchgang hatten allerdings die Hausherren: In der 15. Minute musste FVL-Keeper Salvatore Rivarolo Kopf und Kragen riskieren, um gegen den durchgebrochenen Emanuele Di Natale zu klären. Der neue Ingersheimer Torjäger, der in der Winterpause aus Gerlingen zum Kader gestoßen war, hatte sich in dieser Szene den Ball zu weit vorgelegt.
Di Natale war einer von vier Neuzugängen, die beim FVI in der Anfangsformation standen. Im Abwehrzentrum verteidigte Ex-Profi Jens Härter an der Seite von Alexander Wagner, Anton Pelipetz durfte als Rechtsverteidiger ran, und Tim Schlichting versuchte sich gemeinsam mit Daniel Schick im Mittelfeld. Das neue Ingersheimer Quartett machte seine Aufgabe gegen Löchgau ordentlich. “Ich war mit allen vier Neuzugängen zufrieden”, sagte Coach Marcus Wenninger.
Noch zufriedener wäre der ehemalige Freiberger Oberliga-Trainer wohl gewesen, wenn Di Natale seine zweite Großchance genutzt hätte. Nach einer Hereingabe von Piero Stampete zog der Stürmer aus sieben Metern direkt ab, doch Rivarolo reagierte exzellent und lenkte den Ball zur Ecke ab (58.). Ein Angriff, der die Ingersheimer Fans zum ersten und einzigen Mal in den 90 Minuten zu Szenenapplaus veranlasste.
Bereits kurz nach der Pause hatte auch FVI-Torhüter Tobias Staiger Gelegenheit gehabt, sich auszuzeichnen, als er einen Kopfball von Sanchez nach Götz Freistoß mit einem Reflex entschärfte. In der Schlussviertelstunde drängte Löchgau noch einmal verstärkt auf den Führungstreffer und spielte sich einige, allerdings nicht unbedingt zwingende Möglichkeiten heraus. Gleich dreimal vergab der eingewechselte Baris Tökmel, und in der 88. Minute traf Götz mit einem Schuss vom Strafraumeck erneut nur das Außennetz. Die Hausherren strahlten hauptsächlich nach langen Bällen und bei ihren zahlreichen Ecken zumindest ansatzweise Gefahr aus. Allerdings gab sich die Löchgauer Defensive ebenso keine Blöße wie auf der Gegenseite die Ingersheimer Abwehr, und so blieb es beim 0:0 nach 90 Minuten.